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Diese Beutelchen für Hundekot: Haben die (in) Unna was gebracht?

„Weniger Hundekot!“, vermeldete Ende des Jahres stolz das Faltblatt „Neues aus der Gartenvorstadt“ und konstatierte: „Es ist festzustellen, dass Wege und Plätze in der Gartenvorstadt sauberer geworden sind. Es sieht so aus, als hätten viele Hundehalter ein Einsehen und entfernten oft den Kot ihrer Hunde mit den Tüten, die kostenlos im Stadtteilzentrum abgeholt werden können.“ Ist das so?

Es wäre ein schöner Erfolg für die Stadt in ihrem Dauerkampf gegen Hundekot-Ärger. Nach unserer Berichterstattung über die „Schwarzhundeermittlung“ der Stadt (nicht angemeldete Vierbeiner werden von einer externen Firma per Hausbesuchen aufgespürt) eröffnete unsere kommentierfreudige Rundblick-Leserschaft flugs einen heftig debattierten Nebenschauplatz:  dreckige Straßen und Wege durch Hundekot – aufgrund Nichtbeseitigung der Kringel und Häufchen durch Herrchen oder Frauchen. Viele machten den Dreck gewissenhaft weg, viele aber eben auch nicht.

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Das Modell Gartenvorstadt – kostenlose Tütchen – lieferte die Idee auch für Königsborn. Vor ziemlich genau einem Jahr startete die Stadt in ihrem größten Stadtteil eine Offensive gegen Verschmutzung durch Hundekot. Sie stattete ihren Bürgerservice an der Rollmannstraße mit  Kotbeuteln aus und pflanzte neue Schilder in die Umgebung, die stumm darauf hinweisen: Herrchen und Frauchen mögen die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Begleiter doch tunlichst entfernen. Ob sie das tun, bleibt in Königsborn bislang umstritten.

Ausschlaggebend für den Vorstoß war der Fakt, dass die zentrale Grünanlage, umsäumt von Hermann-, Tulpen- und Fliederstraße, von zahlreichen Hundebesitzern zum Gassigehen mit ihren Vierbeinern genutzt wird. „Jedoch ist nicht jeder Hundehalter verantwortungsbewusst genug, um die Hinterlassenschaften seines Hundes ordnungsgemäß zu entfernen“, rügte die Stadt seinerzeit  und stellte daher in der Grünanlage drei Schilder aufgestellt, um direkt vor Ort auf die Beseitigung des Hundekots aufmerksam zu machen.

Zusätzlich bot der Bürgerservice eben diese kostenlosen Beutelchen an, die nach zweckbestimmter Befüllung in öffentlichen Abfallbehältern oder (noch besser, findet die Stadt) in der heimischen Mülltonne versenkt werden können. Hoffnung: eine sauberere Grünanlage und reinlichere Wege.

Um das Problem mit dem Hundekot in den Griff zu bekommen, operiert die Verwaltung schon lange stadtweit mit verschiedenen Alternativen. Hundetoiletten (öffentliche Tütenspender) erzielten anderen Stellen des Stadtgebiets nicht den gewünschten Erfolg. Daher kopierte man für Königsborn die Idee des Initiativkreises „Zukunft Gartenvorstadt“ im Unnaer Süden: Dort gibt´s kostenlose Hundekottüten im Stadtteilzentrum am Erlenweg 10. Offenbar – siehe die freudige Meldung aus dem Stadtteilfaltblatt – scheint´s zu fruchten. „Hundehalter – bitten achten Sie auf ,Kollegen´, die noch nicht mitmachen“, fügt der Initiativkreis freilich hinzu: „Eine freundliche Erinnerung könnte auch bei denen Erfolg haben…“

Kommentare (24)

  • Rundblick Unna via Facebook

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    Eine gute Anregung mit den Mülleimern, Re Gina! Wir werden sie mal direkt an die Stadt weitergeben.

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  • Martina Wo via Facebook

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    Super, wenn dann nicht die vollen Beutel an der Straße liegen würden!

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  • Sabine Krüger via Facebook

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    Mein Hund versteckt sich zum Koten im Gebüsch und zudem gehe ich mit ihr dahin, wo keine Kinder oder Fußgänger belästigt werden (Neben der Bahnlinie) Es gab aber eine Situation in der ich den Beutel brauchte und diesen dann, weil kein öffentlicher Müllbehälter in Sicht war, in eine private Mülltonne entsorgt habe! Doch als ich ihn fragte, ob ich es mir in die Tasche stecken solle, hatte er keine bessere Idee und ich durfte ihn drin lassen… Trotzdem verstehe ich diese Iintelligenzbolzen nicht, die Beutel benutzen und dann mitsamt Inhalt einfach auf die Straße schmeißen!

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    • Petter Uhlenbusch

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      „Mein Hund versteckt sich zum Koten im Gebüsch und zudem gehe ich mit ihr dahin, wo keine Kinder oder Fußgänger belästigt werden“

      So halten wir es auch. Unser Labrador (8. Jahre alt) hat noch nie auf der Strasse sein Geschäft gemacht. Um Kinderspielplätze machen wir einen Riesenbogen. Bisher hats immer gepasst… und wenn da mal was wäre würde ich den „Haufen“ sofort entfernen. Die Leute die ihren Hund auf den Bürgersteig „kötteln“ lassen kann ich nicht verstehen, aber Unbelehrbare gibt es ja leider immer… und es sind oft die älteren Mitbürger, die Anscheinend noch in den 50er Jahren leben und die die allgemeine Ansage das sie die Hinterlassenschaften „eintüten“ sollen schlichtweg ignorieren….

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      • Petter Uhlenbusch

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        Ach ja, solche Schilder wie „Den Hundekot bitte entfernen“ oder ähnlich, das halte ich für eine gute Idee…

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        • Michael Schwabe via Facebook

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          Sofern der Hund das auch lesen kann, wenn er sich zum Erleichtern vor das Schild setzt! Herrchen und Frauchen können das oftmals ja nicht!

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    • Michael Schwabe via Facebook

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      Damit die Autos drüber fahren. Das knallt und spritzt so schön!(Ironie aus)

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  • Melina Spinelli via Facebook

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    Also es wäre angebracht Wenn die Tütenständer auch nachgefüllt werden Und mehr Mülleimer über all hin zu kloppen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Dass Mülleimer fehlen, werden wir gerne an die Stadt weitergeben!

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    • Michael Schwabe via Facebook

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      Liebe Melina, das bringt überhaupt nichts. Die Tüten werden gestohlen und die Behälter demoliert und vollgemüllt. Und der Großteil unserer Gesellschaft schmeißt den Müll in die Gegend. Hier in der Gartenvorstadt ist es auf jeden Fall so.

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  • Lena Ba via Facebook

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    Das war so ekelhaft, aber der burner war das mit deiner lasagne:D

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  • Claudia Schulz via Facebook

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    also tüten habe ich immer selber dabei …es fehlen immer Mülleiner wo man die dann entsorgen kann ….auch wenn Mülleiner fehlen is es der Stadt egal die sagen die seinen zu teuer und müssen ja auch gelehrt werden tzzz…dann aber meckern

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  • Lena Ba via Facebook

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    Es ging um den Gestank. wenn der Haufen 20 km weiter noch stinkt bis zum würgereiz, dann finden wir das nun mal ekelhaft. Ist doch unser gutes Recht und dennoch haben wir nichts gegen diese Art von Entsorgung gesagt.;)

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  • Dennis Bernhöft via Facebook

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    Gartenvorstadt evtl. aber wenn es um Unna Innenstadt geht NEIN! Unsere Gasse wird ständig voll gesch…. und keiner macht es weg. Am Sonntag eine 2 Meter Spur direkt vor meiner Haustür. Am Bauzaun liegen auch immer 3-5 Haufen. Leider gehen hier alle durch um auf den Friedhof zu gehen. Beutelchen hängen direkt vor der Gasse. Leider werden diese von den Schülern an der Feuerwache und andere jüngere Schüler raus genommen und auf dem Weg zur Dönerbude auf der Straße verteilt. Es ist echt zum Kotzen. Das gleiche gilt für die Fußgängerzone. Mitten vorm Eingang gemacht oder alles vorm Schaufenster entlang gezogen. Oft kommt das am Sonntag wo keiner was sieht. Am Montag ist dann die Freude groß.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Danke für die aufschlussreiche Schilderung, Dennis Bernhöft!

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    • Michael Schwabe via Facebook

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      Sie müssen den Hunden auch mit geöffnetem Beutel hinterherlaufen und sie zum zielgerichteten käckeln in den von Ihnen untergehaltenen Beutel auffordern, sonst wird das auch nichts! Der Hund weiß doch nicht, daß dort wo er hinwerfen will keine Tüte ist! Sie verlangen schlicht Unmögliches von den armen Tieren! (Ironie aus)

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Danke auch dir, Re Gina, für die gute Anregung mit den Mülleimern! Wir geben sie ans Ordnungsamt weiter!

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  • Jama To via Facebook

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    Für einigen hat es gebracht! Die kaufen jetzt gar keine Beutel! Die nehmen die einfach weg!
    Und wenn man genau hinschaut, die meisten Beutel hängen irgendwo in Gebüsch! Und auch sehr viel in fremden Vorgarten!
    Dazu werden zu viel Hunde ohne Leine durch die Heerener Wald gelesen! Tagtäglich! Oder durch Naturschutz oder nicht, dass schert keine!

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  • Janniz Le via Facebook

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    Also ich sehe oft Berge von Beutel hinter Stromkästen… ich hoffe das sind „Bio-Beutel“. Denn gut für die Umwelt ist das eher nicht.

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  • Jasmin

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    Klasse Idee Schließlich zahlen wir Bürger genügend an Steuergelder

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  • Michael Schwabe via Facebook

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    Dieser Artikel entspricht nicht der Realität! Die Hundescheiße, und nicht nur diese, ist überall anzutreffen, es hat sich nichts geändert!!! Ich wohne hier und bekomme es täglich mit.

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  • Michael Schwabe via Facebook

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    Je nach größe Ihres Vierbeiners schnallen sie ihm sein Kackatütchen doch auf den Rücken. Er hat bestimmt nichts dagegen einzuwenden die paar Gramm Kompost einige Meter zu tragen! Fragen sie ihn doch mal!

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  • Michael Schwabe via Facebook

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    Da hat die gute Re Gina während ich etwas kommentierte Ihre Kommentare gelöscht oder mich gesperrt, warum , das kann ich mir nicht erklären, ahne es aber. Na gut, Reisende soll man nicht aufhalten!

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  • Michael Schwabe via Facebook

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    Lena Ba, sie scheinen eine recht reizbare Nase ihr Eigen nennen zu können. Da helfen Oropax-Wachsstöpsel wunderbar, garantiert riechdicht bis 100m Tauchtiefe!(lach)

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