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Die meisten Flüchtlinge kommen derzeit aus dem Kosovo – ohne Chance auf Asyl

Der Strom der Flüchtlinge auch in die Landesstelle Massen reißt nicht ab. Mehrere Hundert Menschen strömen derzeit Tag für Tag in der Erstaufnahme für Flüchtlinge in Dortmund (die Landesstelle ist eine Nebenstelle) – und die momentan größte Gruppe kommt nicht aus Bürgerkriegsländern wie Syrien, sondern aus dem Kosovo. Diese Menschen haben keine  Chance auf dauerhaftes Asyl, müssen aber dennoch zunächst untergebracht werden. Laut Landesregierung locken kriminelle Schleuser diese Menschen unter meist falschen Heilsversprechungen nach Deutschland. Und aufgrund des enormen Andrangs dauert es derzeit im Schnitt sieben Monate, bis über einen Asylantrag entschieden ist.

In dieser Zeit bekommen die Geflüchteten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Geld vom Staat, und zwar ca. 400 Euro im Monat – ungefähr so viel wie ein Hartz-IV-Empfänger. Da die Kosten schon im vorigen Jahr zu explodieren drohten, dürfen Asylbewerber neuerdings schon nach drei Monaten in Deutschland eine Arbeit aufnehmen – zuvor lag diese Frist bei neun Monaten.

Bei abgelehntem Asylantrag muss der Betroffene Deutschland binnen eines Monats verlassen – kann jedoch a) dagegen klagen, b) einen neuen Antrag stellen (mit neuer Begründung – z.B.: Die Lage im Heimatland habe sich bedrohlich verändert). Dann beginnt die Frist von vorn.

Roma aus Bulgarien oder Rumänien sind EU-Bürger – mit null Anrecht auf Asyl. Auch Asylanträge von Roma aus den Balkanländern werden meist abgelehnt. Serbien, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina gelten nach deutschem Asylrecht seit September 2014 als „sichere Herkunftsstaaten“. Das brachte (und bringt) Flüchtlingsorganisationen auf die Palme: Roma würden europaweit existenzbedrohend diskriminiert.

 

Kommentare (5)

  • Helmut Brune

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    Wahrscheinlich wäre es viel Billiger, wenn man die Leute im eigenen Land finanziell unterstützen würde. Ich könnte mir vorstellen, daß man z.B. in den Balkanländern mit € 400.- mehr für die eigene Existenz machen kann als in Deutschland. Etwas Anderes ist es natürlich für Länder, wo Menschen wegen Krieg nicht sicher sind

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  • Ildi Bildi via Facebook

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    Finde ich gut! In Kosovo gibt es auch keine Krieg und Verfolgung!!!! Man kann Deutschland nicht grenzenlos „ausnehmen“ wie ein „Gans“! Liebe dort um wirtschaftlichen Aufschwung kümmern,dann gibt es auch keine „Wirtschaftsflüchtlinge“ mehr!

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  • Hanno

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    Alle Länder im Osten erhalten EU-Beihilfen zur Angleichung der Strukturen an das EU-Niveau. Das Problem ist, dass das Geld wie leider so oft, in irgendwelchen Kanälen versickert und nicht bei den Menschen direkt ankommt. So haben die Verwaltungen in Rumänien doch so oft, das Geld eingesackt und nicht in den Elendsvierteln investiert, um da die Wohn- und Arbeitsverhältnisse z.B. für die Sinti und Roma zu verbessern.
    Es kann aber nicht die Lösung sein, dass das Geld dafür bereitgestellt wird und das ja nicht zu knapp, es aber nicht am Ziel ankommt. Die Leute verlassen ihr Land und lassen sich eine Lebensverbesserung hier vor Ort nochmals finanzieren.
    Was ist die Lösung ? Politischer Druck oder Kontrolle vor Ort, dass das Geld auch den Leuten zu Gute kommt. Sonst bliebe die EU nur eine Geldverbrennungsmaschine, die immer wieder neu von den EU-Staaten gefüttert wird.

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    • Ildi Bildi via Facebook

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      Absolut :) so sehe ich das auch……und hoffe,dass bald eine gute Lösung kommt ohne darüber noch lange Diskutieren zu müssen!

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  • Tatjana

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    Fällt euch was auf ? Wir leben in einer Diktatur. Wenn ihr nicht freiwillig gebt, zwingen wir euch und enteignen eure unterkünfte. So weit sind wir schon. Gerade auf antenne unna vermeldet.drohung vom land nrw. Spd geführt !

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