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Deutlich mehr sozialversicherungspflichtige Jobs – allerdings meist in Leiharbeit

Gute Neuigkeiten vom Arbeitsmarkt – mit einem „aber“ dahinter. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im September kreisweit überdurchschnittlich gestiegen – doch der größte Teil entfällt auf Leiharbeit. Dieser Aspekt ist der heutigen Pressemitteilung der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) als Randnotiz ans Ende gefügt.

Leiharbeiter sind bei der jeweiligen Leiharbeitsfirma angestellt und werden, wie das Wort genau sagt, zeitlich befristet an Betriebe mit akutem Arbeitnehmerbedarf „verliehen“. Oft verdienen die Leiharbeiter deutlich weniger als die fest angestellten Mitarbeiter des Unternehmens und haben zudem keine Planungssicherheit, es sei denn, der Betrieb übernimmt sie anschließend in Festanstellung.

Immerhin waren im September 118.902 Menschen im Kreis sozialversicherungspflichtig beschäftigt; 2.615 mehr als im Juni. Mit diesem Anstieg von 3 Prozent lag der Kreis Unna fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt ( 1,7 Prozent Zuwachs) und doppelt so hoch wie der NRW-Schnitt (1,5 Prozent).

Der größte Zuwachs ist bei der „Arbeitnehmerüberlassung“ festzustellen (Leiharbeit), aber  hohe Wachstumsraten verzeichnen auch die Bereiche „Heime und Sozialwesen“ (8,9 Prozent) sowie  „Immobilien, freiberuflich wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (6,2 Prozent).

(Foto: Kreis Unna)

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Das ist ein Trend, der sich immer mehr durchsetzt. Firmen sparen gewaltig an Lohnkosten für fest angestellte Mitarbeiter und von Leiharbeitern kann man ganz einfach Abschied nehmen, wenn man sie gerade nicht braucht. Außerdem entfallen den Betrieben die sozialen Abgaben an den Staat. Sozial kann man diesen Trend keinesfalls nennen. Leiharbeiter verdienen wenig und haben keinerlei Sicherheit auf ein festes Einkommen. Ich finde diese Entwicklung Besorgnis erregend.

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