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Der Schornsteinfeger kommt nicht mehr von selbst: Kreis erinnert an Kehrpflicht

Früher klebte der Schornsteinfeger einfach einen Zettel an die Haustür – „Komme dann und dann“ – und er kam dann, das war so sicher wie nur irgendwas. Und wenn der Kaminkehrer vor der Tür stand, hatte man als Hausbesitzer natürlich auch da zu sein. Gibt´s nicht mehr: Der schwarze Mann klingelt nicht mehr aus eigenen Stücken an und steigt einem aufs Dach. Dafür müssen die Hauseigentümer seit 2013 eigenständig Sorge tragen. Sie sind in der Kehrpflicht und verantwortlich dafür: dass ihre Kamine, Abgasanlagen und Co. regelmäßig überprüft werden. Manche Hauseigentümer sind unsicher, was genau zu tun ist. Deshalb gibt der Kreis ein paar Tipps.

In einem wichtigen Dokument ist nachzulesen, wann im Haus welche Schonsteinfegerarbeiten fällig sind: „Den so genannten Feuerstättenbescheid haben alle Eigentümer von ihren zuständigen und bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern erhalten“, erklärt Jürgen Wirth, beim Kreis u.a. für den Bevölkerungsschutz verantwortlich.

Arbeiten innerhalb von 14 Tagen nachweisen

Wer dann reinigt, misst und überprüft, das können Hausbesitzer selbst entscheiden und jeden zugelassenen Schornsteinfegerbetrieb beauftragen. In diesem Fall muss dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger innerhalb von 14 Tagen mit einem Formblatt nachgewiesen werden, dass die Arbeiten erledigt worden sind. Der Bezirksschornsteinfeger überprüft nur noch, ob die festgelegten Fristen eingehalten werden.

180 Zweitbescheidverfahren

Werden die Arbeiten nicht oder nicht rechtzeitig erledigt, muss der Bezirksschornsteinfeger den Kreis einschalten, der dann ein so genanntes Zweitbescheidverfahren einleitet. In 180 Fällen war dies im vergangenen Jahr der Fall. 97 Mal wurde ein kostenpflichtiger Zweitbescheid erlassen, mit dem Eigentümer aufgefordert wurden, ihrer Pflicht innerhalb kurzer Frist nachzukommen.

(Foto: Kreis Unna)

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