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„Der Preis für offene Grenzen – zum Kotzen!!!“: Freie Wähler-Chef Meinolf Schmidt geht gegen BMW-Aufbrecher in Offensive

Die alarmierende BMW-Aufbruchserie in Unna eskaliert zum Politikum. Meinolf Schmidt, dem Vorsitzenden der Freien Wähler / Freie Liste Unna (FW/FLU), ist  heute auf dem sozialen Netzwerk Facebook öffentlich der Kragen geplatzt. Der BMW-Liebhaber hat ein „Kopfgeld“ für jeden Hinweis ausgerufen, der zur Festnahme führt – nachdem sein eigener BMW am frühen Dienstagmorgen von Autoknackern regelrecht ausgeschlachtet wurde. Zusammen mit mindestens fünf weiteren nur in Königsborn plus sieben ein paar Kilometer weiter in Kamen. In einer Nacht – und es ist kein Ende in Sicht.

Lokalpolitiker Schmidt will das nicht länger hinnehmen. Er wählt drastische Worte, um seinem ohnmächtigen Zorn Ausdruck zu verleihen. „25 000 € Schaden, für Arschlöcher, die auf Bestellung klauen und Autos im wahrsten Sinne des Wortes ausschlachten, man muss sich wehren! Das ist der Preis für offene Grenzen, alles EU, zum Kotzen!!!“, schreibt Meinolf Schmidt und  In seinem Facebook-Aufruf und erreichte damit schon bis nachmittags hohe Aufmerksamkeitswerte.

32 Mal wurde sein Aufruf, denen er abschreckende Fotos des ausgeschlachteten BMW-Cockpits hinzufügte, bisher geteilt´; vier User klickten „gefällt mir“ an, einige Leser drücken in Kommentaren ihr Mitgefühl und ihre Zustimmung aus.

BMW Aufbruch

BMW Aufbruch

Bisher einem Kommentator geht Meinolf Schmidts Zornesausbruch allerdings zu weit: „..,das ist der Preis für offene Grenzen, alles EU´. Sorry, Meinolf, aber Vorverurteilungen in solchem Maße sind echt unangebracht.“ 34 stille Mitleser hatten diese Kritik bis zum frühen Abend mit „gefällt mir“ untermauert. 

Meinolf Schmidt steht zu seiner Wortwahl, betonte er am frühen Abend auf Nachfrage unserer Redaktion. In seinem Zeugenaufruf schreibt er: „Mir fehlen die Worte und ich bin stinksauer, werde jedem, der einen Hinweis hat, der zur Festnahme führt, eine Belohnung zahlen, ich bin es leid, nichts mehr zu tun und mich dem Schicksal zu ergeben.“

Die, die „auf Bestellung klauen“, sind nach Schmidts Recherche bestellte Banden, die systematisch Aufräge „abarbeiten“ und deren kriminelle Aktionen im direkten Zusammenhang mit den europaweit geöffneten Grenzen stehen. Der Freie Wähler-Vorsitzenden legt Wert auf den Fakt, dass er seinem öffentlichen Facebookposting keine bestimmten Nationalitäten nennt. Überhaupt lasse er sich keinen Rechtpopulismus oder gar offene Fremdenfeindlichkeit vorwerfen. „Ich bin in keiner Weise Rassist“, unterstreicht er. „Ich stelle nur fest, was ich recherchiert habe.“

Wieso er mit solch massiven Vokabular und eigener ausgesetzter Belohnung zur Selbsthilfe greift? „Weil in Unna nichts passiert. Es wird nichts unternommen“, stellt Meinolf Schmidt seine Sicht de Dinge klipp und klar dar. Vorfälle wie dieser würden der Polizei derzeit serienweise gemeldet – seit Anfang März, wie von Rundblick berichtet, ging es mit den Autoaufbrüche im Unna und im Nordkreis so richtig los.

„Ich habe den Aufbruch meines BMW natürlich auch sofort der Polizei gemeldet“, unterstreicht Schmidt. „Ich habe der Polizei ausführlich meine Beobachtungen geschildert. Dass hier z. B. regelmäßig sogenannte Autokäufer mit ihren Steckkärtchen durch die Straßen gehen. Ich gehe auch davon aus, dass man mich ausgespäht und auf mich gewartet hat.“ Denn der Aufbruch des schwarzen 5er-BMW passierte in einem „sehr schmalen Zeitfenster am frühen Morgen“, so Schmidt, die Täter wussten offenbar genau, wann sie zuschlagen mussten.

BMW-Aufbruch

BMW Aufbruch

Und sie schraubten nicht „nur“ das Navigationsgerät aus dem Wagen wie in vielen anderen Fällen schon passiert, sondern richteten in dem teuren Wagen eine regelrechte Verwüstung an. Das komplette Armaturenbrett rissen sie heraus, inklusive Lenkrad mit Airbag und dem fest eingebautem Navi. „Alles ist raus. Der gesamte Kabelbaum“, beschreibt der BMW-Liebhaber das Ausmaß der Verwüstung, dem er sich Dienstagfrüh entsetzt entgegensah. 25 000 Euro Schaden zusätzlich zu dem Nachbeschaffungsproblem: Wegen der massenhaften BMW-Aufbrüche im (nördlichen) Kreis sowie ganz massiv auch in Dortmund kann der Hersteller momentan keine Navigationsgeräte mehr nachliefern, so Schmidt. Völlig unabhängig vom materiellen Schaden beschreibt er es als „sehr übles Gefühl“, dass Unbekannte so zerstörerisch in seinen „Privatraum Auto“ eingedrungen sind.

Freie-Wähler Fraktionschef Klaus Göldner geht auf  Distanz

Auf deutliche Distanz zu den „Vorverurteilungen“ seines Listenvorsitzenden ging bereits am Nachmittag der FW/FLU-Fraktionsvorsitzende Klaus Göldner. „Es gibt keinerlei Täterhinweise“,  gibt Göldner, selbst Polizist, zu bedenken. Vor diesem Hintergrund halte er Schmidts letzten Satz – „… das ist der Preis für offene Grenzen, alles EU, zum Kotzen!!!“ – für „äußerst bedenklich“. „Denn es gibt, wie gesagt, keinerlei Hinweise auf den oder die Täter. Meinolf Schmidt ist Vorsitzender der Freien Wähler und sollte sich mit solchen Äußerungen zurückhalten.“ Was Schmidt allerdings vollkommen anders sieht: Er spreche nur offen aus, was nachrecherchiert und belegbar sei.

Kommentare (26)

  • Petter Uhlenbusch

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    … und immer schön die kleine, hintere Scheibe. Wahrscheinlich damit die Jungs keine Splitter anne Buxe haben, sollten (ich betone: sollten) die einmal wider Erwarten von der Polizei angehalten werden. 😉

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  • Dominik Brauckmann via Facebook

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    Hahahahaha. Tja. So kommt das halt. Trifft auch mal die richtigen

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    • Juan Carlos García via Facebook

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      Geht es hier allgemein um BMW Fahrer oder um Herrn Schmidt ?!

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    • Andre

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      Hoffentlich trifft es Dich auch mal….mal schauen wer dann lacht…..

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    • Schmidt

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      Vielen Dank für die Blumen!!!

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    • Steff

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      Dummer Kommentar !! Denn letztendlich trifft es doch dann alle Versicherungsnehmer…

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  • Juan Carlos García via Facebook

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    Ich kann Herrn Schmidt’s Unmut verstehen! Und das es keine Hinweise gibt, ist auch nicht ganz korrekt…
    Die Idee mit dem „Lockvogel“ scheint mir immer besser!

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  • Petter Uhlenbusch

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    „Dass hier z. B. regelmäßig sogenannte Autokäufer mit ihren Steckkärtchen durch die Straßen gehen.“

    Das habe ich seinerzeit, nachdem man mir meinen X1 verwüstet hatte (10.000€ Schaden) auch dem ermittelndem Polizei-Beamten gesagt… also das mir die Personen nicht geheuer sind… naja… der Polizist zuckte nur mit den Schultern. Mit den dreisten „Werbekärtchen“ das ist eh ein Witz das so etwas erlaubt ist. Bei Reparaturarbeiten an meinen Transporter habe ich 3 von den Teilen hinter der Türverkleidung gefunden. Wenn da was in die Mechanik der Fensterheber gerät hat man den Schaden selbst zu tragen. Ich verstehe nicht, das vom Ordnungsamt da nicht eingegriffen wird.

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  • Markus

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    Ich sehe das auch so wie Meinolf Schmidt !
    Aber wie hoch ist die Belohnung ? Bürgerwehr gründen 😉
    Warum passiert das nach Öffnung der EU Grenzen?
    @ Dominik Braukmann kann ich nur sagen : Unglaublich ich will dich mal sehen wenn die dein Dreirad klauen !!!
    Achso ich habe vergessen zu schreiben das ich kein freier Wähler bin!!!!!

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  • Hanno

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    Also die EU Grenzen sind lange schon offen und die Kfz Aufbrüche erst in letzter Zeit hier gehäuft, also wo ist da der Zusammenhang?!?

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  • Jens Boenigk via Facebook

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    Manfred Meisterjahn,sag doch bitte mal was zu dem Thema.

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  • Jens Boenigk via Facebook

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    Es gibt keine Täterhinweise….es soll sich bitte mal ein aktiver Polizist dazu äußern,welche Nationalitäten momentan als Einbrecher und Diebe dingfest gemacht werden. Danach kann dann der Beamtenapparat wieder in Tiefschlaf fallen. Bis das eigene Auto auseinander genommen wird.

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  • Hanno

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    Das ist doch eine Vermutung, die Herr Schmidt da äußert. Wenn er den /die Täter ermittelt hat, kann er uns die ja hier mitteilen.

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  • Fabian Palm via Facebook

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    Das hab ich mir auch gerade gedacht…

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  • Margarethe Strathoff via Facebook

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    –sorry, werde wohl auch kaum einen BMW – incl NAVI-Command incl pp, mir als Frührrentnerin leisten können.. Herr Schmidt – am Thema vorbei – setzen 6!! Sie ägern sich wohl, dass ihre Kasko-Versichrerung nur den Zeitwert zahlt!!! Bin gerade wirklich sauer!!!

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    • Schmidt

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      Ich habe Dir ausführlich auf Facebook geantwortet!

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    • Schmidt

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      Hallo Maggie, ich habe Dir ausführlich auf Facebook geantwortet

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  • Sigrid Degner-Schulte via Facebook

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    Ich muss darauf hin weisen, das die Flüchtlinge sich immer noch nicht an die Ausgangssperre halten und das Massener Durchgangslager ab 19Uhr nicht verlassen dürfen. Ich sehe des öfteren die Flüchtlinge nach 19Uhr in Gruppen mit Rucksäcken und Taschen auf der Massener-Bahnhof-Straße in Richtung Massener Hellweg gehen. Auf dem Weg dort hin befindet sich ja der Massener Bahnhof und von dort kommt man gut und schnell nach Königsborn. Außerdem beobachtete ich das die Flüchtlinge in das Innere der Autos schauen und das ist doch schon verdächtig.

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  • Ralf

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    Der Kommentar von Frau Degner-Schulte ist mal guter Beleg dafür, was pauschale Vorurteile und Halbweisheiten anrichten können:
    Ausgangssperre für Flüchtlinge nach 19.00 Uhr in Massen? So ein Quatsch! Wer mit Rucksäcken in Richtung Königsborn unterwegs ist, kann doch nur klauen, oder? Mein Auto ist aufgebrochen worden! Ich weiß zwar nicht, wer es war, aber ich mache erst einmal Stimmung gegen Ausländer, Osteuropäer und hole zum Rundumschlag gegen Europa aus. So ärgerlich eine solche Straftat auch für den Betroffenen ist, Vorsicht mit nicht bewiesenen Vermutungen. Der BMW Besitzer aus Königsborn soll Vorsitzender einer Wählergemeinschaft sein. Darf man fragen, wo diese politisch steht??

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    • Jens Boenigk via Facebook

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      Die Wählergemeinschaft hat damit das geringste zu tun. Seit mehreren Jahren werden hier im Kreis Einbrecher mit Migrationshintergrund dingfest gemacht. Der Polizei wird ein Knebel angelegt um die Stimmung nicht zu schüren. Eine Einsicht seitens der Politik lässt auf sich warten. Hier geht es nicht um Rechte Gedanken sondern darum das unter den Flüchtlingen jede Menge Verbrecher sind und das sollte mal mehr ins Auge gefasst werden. Die Möglichkeit in Deutschland unterzutauchen ist leichter als es scheint…….

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  • Michael Scotch via Facebook

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    Ich stelle meinen BMW inzwischen immer wo anders ab hier im Stadtgebiet . Ich kann ihn verstehen ich möchte mein Auto so nicht vorfinden … Bürgerwehr

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  • Ralf

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    Bürgerwehr?? Denk doch mal weiter! Was wäre denn, wenn die Privatstreife tatsächlich mal jemanden

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  • Gero Bangerter via Facebook

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    Der Polizei kann man für die Häufung solcher Straftaten nicht die Schuld geben. Es wäre die Verantwortung der Politik, dem Gangstertourimus ein Ende zu bereiten sowie die Bürger in die Lage zu versetzen, sich und ihr Privateigentum effektiv gegen jedweden Übergriff zu schützen. Selbstauferlegte Maulkörbe und Sprechverbote nützen nur den Kriminellen, auf die wir wohl die wenigste Rücksicht bei diesem Thema nehmen sollten.

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  • Danuta Wozniak

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    Nochmal Glück gehabt, Vorurteil bestätigt!! Habe gehört, dass es vielleicht tatsächlich Osteuropäer waren. Niemand soll ein Sprechverbot bekommen, aber bevor man öffentlich vorverurteilt sollte man in diesen Zeiten der latenten Fremdenfeindlichkeit lieber erst mal schweigen und die Polizei machen lassen.

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  • Nils Nowak

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    Ich stütze Meinolf Schmidt in seiner Aussage.
    Dass durch die offenen Grenzen die Kriminalitätsrate gestiegen ist, ist kein Geheimnis. 😉

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