Rundblick-Unna » Dem Autogeschäft geht ein wenig die Puste aus – Kunden der heimischen Werkstätten meist zufrieden

Dem Autogeschäft geht ein wenig die Puste aus – Kunden der heimischen Werkstätten meist zufrieden

„Wir sind prinzipiell zufrieden mit dem Autojahr 2014: Das Neuwagengeschäft wuchs im Vergleich zum Vorjahr, Gebrauchtwagenhandel und Werkstattauslastung blieben nur knapp unter den Werten von 2013. Allerdings: Nach schwungvollem Jahresbeginn wurde 2014 leider zum Ende immer schwächer“, kommentiert Julius Franken, Stellvertretender Obermeister der Kraftfahrzeug-Innung Hamm-Unna (vertritt rund 150 Betriebe im Kreis Unna und Hamm).
Julius Franken Kfz Innung

Der stellv. Kfz-Innungsobermeister Julius Franken.

Die Prognose für 2015 lasse ein „etwas schwächeres Automobiljahr“ vermuten. Das Kfz-Gewerbe rechnet mit etwa 2,95 Millionen Neuzulassungen und zirka sieben Millionen Besitzumschreibungen bundesweit. Das Werkstattgeschäft wird sich wohl auf dem Niveau des Jahres 2014 stabilisieren.“
Für positive Stimmung dürfte nach Ansicht des Experten die kommende IAA in Frankfurt sorgen. „Die Faszination Auto bekommt frischen Glanz. Der wird 2015 auf das Kfz-Gewerbe abstrahlen.“ Das Auto werde stärker als sonst in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken, viele neue Modelle und wegweisende Technologien seien in Frankfurt zu sehen. Ungebrochen ist die Attraktivität der Autoberufe im Kfz-Gewerbe. Der Kfz-Mechatroniker bleibt unangefochten die Nummer 1 der Ausbildungsberufe im Handwerk: Fast 90.000 junge Menschen werden zurzeit in den 38.500 Kfz-Meisterbetrieben ausgebildet.
In der Kfz-Innung Hamm-Unna wurden zum neuen Ausbildungsjahr 80 Ausbildungsverträge im technischen und kaufmännischen Bereich unterschrieben. Insgesamt lernen damit in den hiesigen Autohäusern und Werkstätten 311 junge Menschen einen der gefragten Autoberufe.
 
Die Autofahrer zeigen sich in der Regel zufrieden mit der Leistung ihrer Kfz-Werkstätten, stellt die heimische Innung fest. Das bestätigte auch die Umfrage „Kundenmonitor Deutschland 2014“. Befragt wurden nahezu 32 000 deutsche Verbraucher: Sie vergaben die Note 1,91 („vollkommen zufrieden“) für die Kfz-Betriebe, Platz 3 in der Gesamtwertung! „Dieses Ergebnis spricht für ausgeprägte Kundenorientierung, zuverlässigen Service und die hohe Qualitätsleistung unserer Betriebe“, so Stellvertretender Obermeister Franken.
Eine zunehmende Herausforderung sieht das Kfz-Gewerbe durch verändertes Kaufverhalten der Kunden, weil Ersatzteile und Zubehör immer öfter über das Internet geordert werden. „Dabei haben wir es in der Werkstatt dann oftmals mit Teilen unklarer Herkunft zu tun, die in erster Linie wegen des niedrigen Preises gekauft werden“, erläutert Julius Franken. „Wenn diese Teile dann auf Wunsch des Kunden in der Werkstatt eingebaut werden sollen, kommen Kunde und Kfz-Meister nicht selten in eine schwierige Situation.“ Denn für die Qualität der mitgebrachten Teile kann die Werkstatt im Fall der Fälle keine Sachmängelhaftung übernehmen. Ein unnötiger Streit ist somit programmiert.
Die Autofahrer sollten beim Ersatzteilkauf besser auf den Meisterbetrieb ihres Vertrauens setzen. „Dort erhalten sie Ersatzteile von höchster Qualität, die zwar gegebenenfalls teurer sind als Billigteile im Internet, aber am Ende doch preiswerter und problemloser.“
Autoherbst Hybrid

Im Kommen: Hybridautos.

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