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Defekte Lok sorgte für 90minütige S-Bahn-Panne – Türen blieben aus Sicherheitsgründen zu

Wegen eines gravierenden Schadens an der Lok saßen gestern Nachmittag ca. 200 Reisende etwa eineinhalb Stunden lang am S-Bahnhof Massen fest. Ein Bahnsprecher in Düsseldorf bestätigte heute Morgen die Schilderungen betroffener Bahngäste gegenüber Rundblick Unna (http://rundblick-unna.de/tueren-oeffneten-nicht-passagiere-sassen-90-minuten-in-s-bahn-fest/).

Die Panne an der Lok passierte kurz vor dem Bahnsteig, erklärte der DB-Sprecher. „Der vordere Waggon hatte den Bahnsteig bereits erreicht, die hinteren standen jedoch noch im Gleisbereich auf der freien Wiese.“

Der Zugführer habe deshalb die Türen aller hinteren Waggons elektronisch verriegelt. „Das ist aus Sicherheitsgründen unabdingbar„, erklärt der Bahnsprecher. „Wir können es nicht verantworten, dass die Leute auf freiem Feld aussteigen und auf den Gleisen herumlaufen. Dazu wäre eine Streckensperrung erforderlich, das wäre ein Riesenaufwand.“

Deswegen ließen sich die Türen der Waggons von den Passagieren nicht öffnen. „Wir haben zunächst versucht, die S-Bahn wieder flott zu machen“, erklärt der Konzernsprecher. Schnell sei aber klar geworden, dass die technischen Schäden zu gravierend waren. Ein Notfallmanager der DB musste angefordert werden.

Alsdann habe man per Lautsprecherdurchsagen die Passagiere aufgefordert, durch die hinteren Waggons nach vorne durchzugehen bis zum ersten Wagen, den die defekte Lok noch in den Bahnsteig gezogen hatte. „Aus diesem Waggon konnten die Leute dann aussteigen„, erklärt der Sprecher die Prozedur.

Dass die Passagiere 90 Minuten lang in der S-Bahn „gefangen“ gewesen seien, wie die Mutter eines 12jährigen Jungen kritisierte, sei so nicht richtig. „Und es sind  Durchsagen gemacht worden mit der Aufforderung, dass die Leute alle vorn aussteigen sollen.“

Möglicherweise hätten die Jugendlichen in den hinteren S-Bahn-Abteilen – u. a. viele Gesamtschüler aus Königsborn – die Durchsagen nicht gehört. „Nach meinen Informationen sind sie aber gemacht worden“, wiederholt der Konzernmitarbeiter.

Natürlich sei eine solche Panne unangenehm und umständlich für die Reisenden, zumal sich auch die nachfolgenden S-Bahnen verspäteten. „Wir müssen aber in einem solchen Fall – der ja zum Glück selten vorkommt – unser Augenmerk auf die Sicherheit der Fahrgäste richten“, betont der Sprecher. Deswegen blieben alle Türen zu.

Die defekte Lok wurde mitsamt Waggons abgeschleppt. Die Fahrgäste stiegen in darauffolgende Züge um und kamen später, aber wohlbehalten an ihren Zielen an.

Kommentare (14)

  • Jana Grothmann via Facebook

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    Heike Alter

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  • Heike Alter via Facebook

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    Der Zug fuhr um 15.53 Uhr in Unna Bahnhof los. Kam um 16.06 Uhr in Massen an. Die Türen öffneten sich um 17.12 Uhr. Das sind über 60 Minuten und immer noch lange genug. Ich stelle mir zudem noch die Frage, wieso man die Fahrgäste nicht füher durch den Waggon hat aussteigen lassen der angeblich als einziger im Bereich des Bahnsteiges stand. Hat die Deutsche Bahn dafür auch eine nachvollziebare Erklärung? Die Lautsprecherdurchsage ist tatsächlich erfolgt. Allerdings erst gegen 17.10 Uhr. Und erst dann haben die Fahrgäste den Zug verlassen können.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Man hat zunächst versucht, die Lok wieder flott zu machen, Heike Alter. Der Bahnsprecher wird im Bericht so zitiert. :-)

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    • Heike Alter via Facebook

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      Das habe ich gelesen. Doch mir stellt sich immer noch die Frage wieso man dann über eine Stunde verstreichen lässt. Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, die Fahrgäste mit der nächsten oder übernächsten Bahn (alles 20 Minuten) weiterfahren zu lassen? Fakt ist doch, dass es den Kindern bei der ganzen Sache nicht gut gegangen ist. Wieso hätten sonst einige geweint und die Erwachsenen ebenfalls versucht, aus dem Zug zun kommen…. ?

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    • Kerstin Richert via Facebook

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      Warum kann nicht auch mal so ein großer Konzern sagen:“ Wir haben Bockmist gebaut und das tut uns leid“. Ich glaube, dann würde auch keiner so einen „Aufriss“ machen. Denn das würde von Menschlichkeit und Größe zeugen!

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    • Heike Alter via Facebook

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      Genauso sehe ich das. Die ganze Angelegenheit ist meiner Meinung nach falsch gelaufen und die Bhan wiegelt das mal wieder ab mit der Argumentation: Die Jugendlichen haben die Durchsagen nicht gehört (wieso nur die Jugendlichen ?) ……

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die Entschuldigung des Bahnsprechers steht im Text.

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    • Heike Alter via Facebook

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      Wo? Ich kann da nur lesen: „Natürlich sei eine solche Panne unangenehm und umständlich für die Reisenden….“

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  • Kerstin Richert via Facebook

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    Wieso Streckensperrung ? Die Strecke ist doch eingleisig, es hätte doch eh kein anderer Zug durchfahren können und vorne aussteigen wäre doch sofort möglich gewesen, oder ?

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  • Jama To via Facebook

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    Willkommen in wahre Leben! Es ist eine defekte Tür nicht angenehm, aber es ist wiederum möglich dass solche Sachen passieren! Diese wenn auch unangenehme Vorfall zeigt Uns das Wir nicht wirklich Ahnung haben von Nothandlung! Wenn Wir richtig sehen, Unsere Autobremsen funktionieren auch nicht immer! Und bei DB ist auch nicht so das Ständig alles nicht funktioniert! Aber Wir haben gelernt nur das Negative zu Bewerten! Wo ist Unsere Handlung geblieben? Auch wenn das Notsystem nicht funktioniert, es ist in jedem Fall ein oder mehrere Notfenster mit dafür vorgesehene Werkzeug vorhanden gewesen! Dieses Mal ist Gott sei Dank nur defekte Tür gewesen! Wie hätte es gewesen wäre Feuer oder andere Umständen gewesen? Gesetzgeber hat Uns das Recht zugesprochen sich in der Not zu helfen! Da hätte nur eine Person handeln können! Diese Vorfall zeigt das Wir dass nicht gelernt oder vergessen haben! Spätestens seit Führerschein Prüfung musste jeder das erste Hilfe Kurs besucht und gelernt haben! Das ist ja voll auf die Strecke geblieben! Es ist nicht nur das Computers Spiel wo Wir uns ja auch am besten auskennen! Das ist ja nur Scheinleben! Wir selbst sollten das Wahre Leben und nützliche Sachen lernen und unsere Kinder beibringen! Natürlich wäre es sinnvoll wenn DB ihre Mitarbeiter Anweisungen und Schulungen für solche Situationen anbieten tun würden! Aber das befreit Uns nicht davon Uns und Unsere Kinder aufs Leben vorzubereiten! Kritik das können Wir! Wenn Wir Handeln könnten wie Wir Schuld zuweisen können wäre es sinnvoller! …..

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