Rundblick-Unna » City-Verbot nach sexueller Beleidigung auf Festa Italiana

City-Verbot nach sexueller Beleidigung auf Festa Italiana

Tausende von Menschen strömten am Mittwochabend zum Auftakt der Festa Italiana in die Unnaer Innenstadt. Für einen jungen Mann war es zugleich der letzte Festa-Besuch 2017 – zumindest darf er sich bis Montagabend nicht mehr von der Polizei im Innenstadtbereich erwischen lassen. Die Unnaer Polizei berichtete am heutigen Morgen von einer „Beleidung auf sexueller Basis“ gestern Abend auf dem italienischen Fest; der betreffende Mann wurde in polizeiliches Gewahrsam genommen, ein Strafverfahren wurde gegen ihn eingeleitet.

Bis einschließlich Montag, 29. Mai, darf er sich nicht mehr auf der „Festa-Meile“ aufhalten, er bekam ein Innenstadtverbot. Das ist quasi ein erweitertes Platzverbot, erklärte uns ein  Sprecher der Leitstelle auf Nachfrage. D. h. wird der Betreffende bis zum Festa-Ende noch einmal in der Innenstadt angetroffen, wird er mitgenommen und eingesperrt. Für wie lange, hätte dann der Richter zu entscheiden.

Über den Mann wird in der kurzen Polizeimitteilung weiter nichts berichtet, es handelte sich aber NICHT um ein sogenanntes Antänzer-Delikt, betonte der verantwortliche Polizeibeamte – eingedenk der immer noch präsenten Massenübergriffe an Silvester 2015 in Köln und anderen großen Städten, als vorwiegend nordafrikanische junge Männer zu Hunderten Frauen bedrängten, begrapschten, in Einzelfällen sogar vergewaltigten und viele zusätzlich bestahlen. Dieser Fall gestern war  eine einzelne Grapscherei unter zuviel Alkohol.

Der Betreffende sei  zudem bekannt wie ein bunter Hund und kann sich nicht gesellschaftskonform benehmen“,  fügte ein mitlesender Polizeibeamter auf unserer Facebookseite an:  „Jeder anwesende Polizist kennt ihn und das Fest wird zahlreich bestreift.“

Eine „Beleidigung auf sexueller Basis“ (auch „sexuelle Beleidigung“ ist so etwas wie eine Vorstufe zur sexuellen Belästigung: Das Opfer wird verbal „angemacht“, vielleicht auch am Po oder Busen angefasst, aber nicht bedroht, eingeschüchtert oder festgehalten/genötigt. Dennoch muss sich keine Frau (und natürlich auch kein Mann) solche Anmache und Grapscherei gefallen lassen: Die gestern auf der Festa betroffene Frau wandte sich sofort an die Polizei, die den Mann denn auch direkt mitnahm.

Kommentare (12)

  • Dagobert

    |

    Ein Platzverbot für nordafrikanische Antänzer wäre ja auch kaum umsetzbar. Es gibt inzwischen schlicht und einfach zu viele davon.

    Antworten

    • Redaktion Rundblick-Unna.de

      |

      Dies WAR KEIN nordafrikanischer Antänzer.

      Antworten

    • Dagobert

      |

      Ich habe verstanden, dass es KEIN Nafri war. Und ich bin mir absolut sicher, dass es leider NIEMALS ein Platzverbot für nordafrikanische Antänzer geben wird, auch wenn dies mehr als wünschenswert wäre.

      Antworten

      • fürst

        |

        Dagobert, nach meinem Verständnis hattest Du auch nie behauptet oder auch nur vermutet, daß da ein Nafri am Werk war; nur eben zum Ausdruck gebracht, daß ein Platzverbot für solche kaum umsetzbar sei. Spürbar ist, daß der Ton gegen unerwünschte Kommentare rauher geworden ist.

        Antworten

        • Redaktion Rundblick-Unna.de

          |

          Was soll diese Unterstellung von wegen „unerwünscht“, Fürst? Unerwünscht waren, sind und bleiben Kommentare, die nichts mit dem Thema zu tun haben, statt dessen einen einzelnen Aspekt des Themas dazu missbrauchen, Zusammenhänge zum Flüchtlingsthema zu konstruieren. Es geht in dieser Polizeimeldgung WEDER um Nordafrikaner NOCH um Antanzen NOCH um Massenbelästigung NOCH in irgendeiner Form um an Silvester erinnernde Übergriffe, sondern um einen einzelnen betrunkenen Herrn, der der Unnaer Polizei bekannt ist und offenbar nicht weiß, wie er sich Frauen gegenüber zu benehmen hat. Punkt!

          Antworten

          • Dagobert

            |

            Irgendjemand hat die Polizeimeldung genutzt, um einen Artikel über Antänzer und nordafrikanische Männer zu schreiben. Warum dieses Polizeimeldung genutzt wurde, um einen Zusammenhang zum Flüchtlingsthema zu konstruieren, kann ich nicht sagen. Jedenfalls habe ich nicht zuerst an Nafris gedacht oder über Nafris berichtet. Trotzdem entschuldige ich mich und bedanke mich bei Wunderlich für das Mitgefühl. Und natürlich wünsche ich allen noch einen schönen, sonnigen Nach-Vatertag. :-)

            Antworten

        • Wunderlich

          |

          Ne Prise Mitleid für euch beiden unverstandenen Opfer.
          Ihr seid echt unsäglich.

          Antworten

          • Malcolm T.

            |

            Zustimmung! Man muss nicht händeringend in jedem Beitrag nach Ausländern / Flüchtlingen / Asylsuchenden Ausschau halten, wenn es um Straftaten geht. Das ist reine Polemik und Hetze, zumal in diesem Bericht völlig neutral (keine Aussage bzgl. Nationalität) über die Tat eines polizeibekannten Mannes berichtet wird . Begriffe wie „Nafri“ oder „Antänzer“ sollte man nicht prophylaktisch ins Spiel bringen.

            Antworten

            • Redaktion Rundblick-Unna.de

              |

              Malcom T., du und alle anderen könnt sicher sein, dass jeder Antänzer, der auf der Festa Italiana oder sonstwo herumtanzt, klipp und klar hier benannt wird, und hier war das NICHT der Fall, und das wird ebenso klipp und klar hier benannt. Es ist aberwitzig, gerade uns hier in irgendeiner Weise vorzuwerfen, wir würden solche Diskussionen nicht zulassen. Unser Portal ist voll davon. Aber da, sie hingehören: unter Antänzerberichten. Und dies hier IST keiner, WAR nie einer und wird auch keiner werden. In diesem Sinne.

              Antworten

  • Helmut Brune

    |

    Alles Gut und Schön, obwohl, eher Abscheulich. Wer kann aber in einer solchen Menschemenge kontrollieren, ob der Betreffende sich andas Verbot hält?

    Antworten

    • Redaktion Rundblick-Unna.de

      |

      Kaum. Aber was soll die Polizei sonst machen? Sie hat keine Handhabe, eine solche Person ohne richterlichen Beschluss fürs komplette Wochenende wegzusperren.

      Antworten

  • Luenne

    |

    Und das ist schade wäre auch eine gute Lösung für die ganzen Fußball Chaoten einfach mal ne Woche in den knast und dann gucken ob es so weitergeht .-)

    Antworten

Kommentieren