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Christoph 8 flog weniger Einsätze – Kreis will „Indikatoren-Katalog“ erstellen

Deutlich weniger Einsätze als noch 2015 ist im vergangenen Jahr Christoph 8 geflogen. Seit über 40 Jahren bringt der in Lünen stationierte Rettungshubschrauber schnelle Hilfe aus der Luft. 1160 Einsätze flogen die ADAC-Piloten 2016, weniger als im vorletzten Jahr (1300). Der Rückgang der Einsätze, die die Rettungsleitstelle des Kreises Unna koordiniert, soll in den kommenden Monaten genauer in den Blick genommen werden.

Wie Kreissprecherin Contanze Rauert in einer Pressemitteilung von heutigen Mittwoch berichtet, will der Kreis – als „Kernträger“ –  gemeinsam mit den anderen Kreisen und kreisfreien Städten im „Christoph-8-Verbund“ einen Indikatoren-Katalog zusammenstellen. Dieser soll Situationen auflisten, bei denen die Rettung aus der Luft das erste Mittel der Wahl ist. Etwa die Reanimation von Kindern oder schwere Unfälle.

Rettung aus der Luft

„Christoph 8“ stellt die Luftrettung im Großraum „östliches Ruhrgebiet“ und in Teilen des Münster- und Sauerlandes sicher. Zu den Trägern gehören die Kreise Unna, Soest, MK, Coesfeld und Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis, HSK und Warendorf sowie die Städte Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm und Herne.
Zum Einsatzteam gehört neben dem Piloten und dem Rettungsassistenten der ADAC Luftrettung jeweils ein Notarzt. Die ärztliche Besatzung von „Christoph 8“ wird von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am St. Marien-Hospital gestellt.

Im Bild: Das Treffen der Trägergemeinschaft am Lüner Marien-Hospital. Foto: Kreis Unna (Jens Bongers)

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