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Chaos und Misswirtschaft im Integrationsamt Hamm – doch Stadtspitze schweigt

Hamms Stadtspitze schweigt – zu dem schwerwiegenden Vorwurf, dass ihr Kommunales Integrationszentrum offenbar über Jahre als Selbstbedienungsladen gedient hat bzw. dass dort das Chaos regierte.
Die Oppositonsparteien im Hammer Stadtrat konnten den Oberbürgermeister bisher nicht zur öffentlichen Aufklärung der offensichtlichen Misswirtschaft und des Chaos bewegen.
Wir berichteten über den Skandal am 23. Juni: Bis zu 8000 Euro monatlich sollen Dozenten mit Sprachkursen für Flüchtlinge verdient haben – Fantasiehonorare im Vergleich zu den normalerweise üblichen Sätzen. So stand es im Bericht des Hammer Rechnungsprüfungsamtes, das zahlreiche Mängel und Versäumnisse“ aufdeckte.
Im Amt für Soziale Integration in Hamm hat also  über Jahre Chaos in der Verwaltung geherrscht. Doch laut einem heutigen Folgebericht im WDR weigert sich die Hammer Stadtspitze weiterhin, das Chaos im Integrationsamt öffentlich aufzuarbeiten.
In der Ratssitzung am Dienstag habe es keine Aufklärung über die Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Flüchtlingssprachkursen gegeben. Der WDR zitiert den wütenden Grünen-Fraktionschef Reinhard Merschhaus: Verwaltung und Oberbürgermeister weigerten sich schlichtweg, den fraglichen Bericht im Rat zur Diskussion zu stellen. „So lange sind wir geradezu dazu gezwungen, neue Anfragen zu stellen, damit wir auf die noch offene Fragen vernünftige Antworten bekommen. Und das Spiel können wir jetzt noch ein bisschen länger fortführen.“

Hunsteger Petermann
OB Hunsteger-Petermann (CDU, oben) erklärte dem Sender wiederum, dass er keine öffentliche Diskussion wolle, um seine Mitarbeiter zu schützen. Mit dem Bericht des Rechnungsprüfungsamts sei für ihn das Thema abgeschlossen.

Im WDR heißt es fortführend dazu: „Dort, wo in den vergangenen Jahren immer mehr geflüchtete und zugewanderte Menschen Deutschkurse besuchten, wurden Arbeitsverträge und Kassenführung nicht überprüft, viel zu viel Geld viel zu lange in der Tageskasse gelassen. Immer wieder verschwanden auch kleinere Beträge aus der Kasse.“ Der Sender beruft sich bei seinen Informationen auf einen internen Bericht der Stadt.

Zur vollständigen „Liste der Verfehlungen“: Bericht HIER

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Natürlich will er keine öffentliche Diskussion. Dabei könnten ja höchst unliebsame Dinge ans Licht kommen. Ich hoffe doch, daß er damit nicht wegkommt. Das Spiel noch ein bisschen länger fortführen, schafft Zeit, sich etwas auszudenken, womit eine krumme Sache gerade gebogen werden kann. Ich hasse diese Art von Heuchelei.

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