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CDU zur geplatzten Friesendorf-Stiftung: Offene Fragen wurden nicht geklärt

Ein millionenschweres Stiftungsgeschenk ist geplatzt – aufgrund Versäumnissen von SPD und CDU im Kreistag? Diese Vorwürfe stehen weiter im Raum. Die CDU möchte den Vorgang jetzt „transparent machen“ und hat auf der Kreisfraktionshomepage eine umfassende Erklärung eingestellt. Kernpunkt: Man habe aufgrund offener Fragen nicht verantwortungsvoll beschließen können. Diese Fragen hätte die Kreisverwaltung klären müssen, so die CDU.

„Das Thema Stiftung Friesendorf hat  in Teilen der Öffentlichkeit zu  Irritationen geführt“, heißt es einleitend in dem mehrseitigen Schreiben. „Es ist  uns daher ein Anliegen, den Vorgang (unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte des Stifterehepaares sowie von Mitarbeitern der Kreisverwaltung) transparent zu machen und unsere Sicht der Dinge darzustellen.“

Es folgt eine 8seitige Auflistung der Ereignisse und Rechtfertigung der Geschehnisse, die die Ursache im Kern in mangelnden Informationen durch die Kreisverwaltung / den Landrat findet und mit dem Schlusssatz endet:

„Es wird deutlich, dass … an verschiedenen Stellen Beratungsbedarf bestand, der einer Beschlussfassung im Wege stand. Die bestehenden Fragen zur Stiftung Friesendorf während
der regelmäßig stattfindenden Gespräche im  Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Politik und Kreisverwaltung zu stellen, ist im Nachhinein nicht der richtige Weg gewesen.“ Man könne nachvollziehen,  dass das Stifterehepaar den Eindruck hätte gewinnen müssen, CDU und SPD im Kreistag hätten kein Interesse an der Stiftung zugunsten von Haus Opherdicke. „Dass dieser Eindruck entstanden ist, bedauern wir.“
Vor der SPD Lünern nimmt heute Abend Kreistagsmitglied Dirk Kolar Stellung zu dem geplatzten Stiftungsdeal.

Kommentare (8)

  • Christel

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    Nicht auf der Kreis HP. Auf der Parteiseite der Stadt Unna…durch den Parteivertreter von Herrn Meyer. Auf den CDU Seiten des Kreises steht dazu gar nichts !!!! Da wird das Thema totgeschwiegen.

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    • Silvia Rinke

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      Nein, das stimmt nicht – ich habe die seitenlange Erklärung auf der Seite der CDU-Fraktion Kreis Unna gerade verlinkt.

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  • Christel

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    • Silvia Rinke

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      Hallo Christel, das ist genau der Bericht, der auf der Seite der Kreisfraktion steht. Die CDU Unna verweist lediglich auf die Seite und auf die hier beschriebene Erklärung. VG.

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  • Mike

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    Na das wird ja immer lustiger, die Parteien die nicht zugestimmt haben sondern diskutieren wollten sind jetzt nicht Schuld sondern die Kreisverwaltung und der Landrat sind nun Schuld ?
    Peinlicher geht es nicht mehr.

    Man kann nachvollziehen, dass die Politiker ihren Aufgaben nicht gewachsen sind.

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  • Frank H.

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    Wie Herr Makiolla das Geschwurbel wohl bewertet ? Er sagte ja, dass die Entscheidung verschleppt wurde, weil die CDU Herrn Hengsteberg nicht wollte. Wahrscheinlich wollte Herr Jasperneite gerne noch in den Stiftungsvorstand, er hat ja erst so wenig Aufsichtsratsposten……

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  • Mike

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    Ja, solangsam wird ein Slapstick raus, keiner war es, Provinzposse hoch zehn.

    Niemand übernimmt Verantwortung, keiner war es, alles aussitzen, so geht deutsche Politik.

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  • Wierumer

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    der „arme“ Herr Landrat hätte durch seine Befugnisse (fast hätte ich geschrieben „Kompetenz“ aber die fehlt ihm ja) die unsägliche Geschichte wenden können. Hat er aber nicht und ist deshalb genauso wie alle beteiligten Mitglieder des Kreistages verantwortlich für diesen beschämenden Verlauf des Falls. Unfähigkeit, parteipolitische Interessen, Machtbewusstsein und persönliche Ressentiments standen über dem Gemeinwohl. Jetzt da irgendetwas, egal von welcher Partei, aufarbeiten zu wollen ist schlichtweg „verarsche“ des Wählers. Oder wie ist das zu verstehen wenn jemand eine millionenschwere Erbschaft anbietet und die Politik durch o.a Fakten das verhindert.

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