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CDU-Vorschlag Eishallenfusion: Auch Bergkamener Vereine wollen Halle nicht kampflos aufgeben

Der CDU-Vorschlag einer „Fusion“ der Eissporthallen Unna und Bergkamen – mit entsprechender Schließung einer der beiden Hallen (wir berichteten) – stößt nicht nur in Unna auf geharnischten Widerstand. Auch bei den Bergkamener Eishallennutzern herrscht naheliegenderweise null Begeisterung bei dem Gedanken, ihre Eissporthalle im Stadtteil Weddinghofen aufzugeben.

Über 1 Mio. Investitionen sind nach einem Gutachten der dortigen Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) als Betreiber der Halle notwendig. Für das Gebäude am Bergenikamp in Unna stehen mittelfristig 2 Mio. € im Raum. Hier herrscht noch fünf Jahre Planungssicherheit – Ende Januar 2020 endet der Vertrag mit der Pächterfamilie Kuchnia (Ice and Fun-GmbH). Dann heißt es wieder alles auf Null.

Dennoch gedenken auch die Bergkamener Eissportler keineswegs, ihre Sportstätte kampflos aufzugeben. Wie WA online berichtet, machte der Vorsitzende der Stadtsportgemeinschaft Bergkamen, Dieter Vogt, vor dem Sportausschuss jetzt den Standpunkt der Vereine klar. Drei Vereine nutzen die Halle – darunter die Bergkamener Bären, eine Bundesligamannschaft, derzeit unter den besten vier Teams Deutschlands. Sollte der Verein nicht zügig Planungssicherheit bekommen, wanderten die Spieler ab oder kämen gar nicht erst mehr.

Die Bergkamener Eishalle befindet sich im Freizeitzentrum „Im Häupen“ in  Weddinghofen, zusammen mit dem Wellenbad und einer Tennisanlage. Sie verfügt über eine Lauffläche von 1.800 qm, Pistenbar, Sport-Shop und Schlittschuhverleih. Die Tribüne fasst 500 Personen. Eishockey-Begegnungen oder Eiskunstlauf-Wettkämpfe sind hier regelmäßig in der Saison zu sehen. Nach Information auf der Eishallen-Website sind besonderen Laufzeiten (ermäßigte Familienlaufzeiten oder Disco-Laufzeiten) sehr begehrt. Für Kinder gibt es diverse Kursangebote.

eishockey eissporthalle

Internationale Eissportbegegnungen finden regelmäßig in der Eissporthalle am Bergenkamp statt.

 

Auch in der Unnaer Halle tragen zahlreiche Hobby- und Profivereine (Eishockey bis Eistanz) Turniere aus, die Eishockeyschule zählt deutschlandweit zu den größten: Kids aus Singapur, USA, Finnland Schweden und Russland bereiten sich hier jeweils drei Wochen auf ihre Saison vor. Die Halle hat jährlich konstant rund 100 000 Besucher und gilt als wichtiger Jugendtreffpunkt.

Schließlich muss auch die Eishalle im Maxipark Hamm um ihren Bestand fürchten: Der Fan-Club der Hammer Eisbären ruft zur Teilnahme am Rosenmontagsumzug auf. „Karneval (der vielleicht Letzte?) mit unseren Eisbären“ lautet der Titel eines Flugblatts, mit dem Hallensprecher Marcel Möter die Fans mobilisieren will.

(Foto: GSW/Eishalle Bergkamen)

 

Kommentare (5)

  • Ildi Bildi via Facebook

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    Traurig :( wo landen die Steuergeldern,dass man langsam alles schließen muss?!

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  • Hanno

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    In der Lindenbrauerei

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  • Heike Palm

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    Das sind völlig verschiedene Töpfe, kann man also nicht gegeneinander aufrechnen. Wenn die Lindenbrauerei kein Geld bekäme, hätte die Eishalle gar nichts davon. Die Eishalle gehört übrigens auch den Wirtschaftsbetrieben. Was beiden gemeinsam ist, ist, dass sowohl Eishalle als auch Lindenbrauerei Niederschwellige Angebote anbieten. Die Eishalle im sportlichen Bereich, die Lindenbrauerei für Leute die was im Bereich Musik, Theater und Kleinkunst wollen. Und daher sind beide wuchtig für die Menschen in dieser Stadt. Wenn man fragt wo das Steuergeld bleibt, dann kann man sagen: in Straßen, Schulen, Sozialsystemen, stadthalle, Sportplätze usw

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