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CDU-Neujahrsempfang am Freitag, dem 13. – FDP begrüßt Christian Lindner und Doktor Stratmann

Neues Jahr, Neujahrsempfänge. Am kommenden Wochenende richten SPD und die CDU Unna ihre traditionellen Empfänge mit geladenen Gästen aus, die Holzwickeder FDP begrüßt ebenfalls am Sonntag Bundesprominenz, und die Unnaer Liberalen laden zu ihrem Neujahrempfang am 28. Januar den Ruhrpott-Kabarettisten Doktor Stratmann an.

Unnas CDU empfängt wie immer am Freitagabend – dass der 2. Freitag im neuen Jahr diesmal auf einen 13. fällt, dünkt ihr offenbar nicht als schlechtes Omen. Beginn: 19 Uhr, Hotel Katharinen Hof Unna.

Der SPD-Parteiempfang zum Jahresstart folgt (ebenso traditionell) am Sonntag, Beginn ist um 11.30 in der Stadthalle.

lindner fdp

Christian Lindner 2013 bei einem Bundestags-Wahlkampfauftritt in Unna.


Während sich die Unnaer FDP (obgleich kleinste Fraktion im Rat, lädt auch sie jedes Jahr zu einem überschaubaren Empfang ein) am 28. Januar in der Neuen Schmiede gemeinsam mit ihren Gäste an Ruhrgebietskabarettist Ludger Stratmann erfreut – denn es ist ihr 40. Neujahrsempfang – , freuen sich ihre Parteifreunde im kleinen Holzwickede am kommenden Sonntag sogar auf bundespolitische Prominenz: Bundes- und Landtagsfraktionschef Christian Lindner wird im Forum des Schulzentrums (Opherdicker Str.) zu aktuellen landes- und bundespolitischen Themen sprechen.

Der smarte FDP-Vorsitzende, der seine Partei unbedingt mit gutem Ergebnis im Landtag halten und in den Bundestag zurückführen will, hatte jüngst mit scharfer Kritik an Angela Merkels Flüchtlingspolitik für Diskussionen gesorgt.

Die FDP Holzwickede stellte am Montag unter der Schlagzeile „Mit linkem Neidreflex in die rechte Ecke“ folgenden Bericht online:

„Laut CDU-Generalsekretär Peter Tauber ist der einzige Unterschied zwischen FDP-Chef Christian Lindner und AfD-Vize Alexander Gauland das Jackett. Tauber reagierte mit dem AfD-Vergleich auf Lindners Kritik an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel während des Dreikönigstreffens der Freien Demokraten. „Mit seinen unverschämten Äußerungen hat sich Herr Tauber als ernst zu nehmender Gesprächspartner endgültig disqualifiziert“, konstatierte FDP-Vize Wolfang Kubicki. „Der linke Neidreflex, der da bedient werden soll, zeigt, wie es um die CDU bestellt ist“, hieß es aus der Parteiführung.

Klaus Kinkel, ehemaliger FDP-Chef, wies den Vergleich ebenfalls zurück: „Herr Tauber sollte manchmal seine Äußerungen besser vorher wägen.“ Es sei das gute Recht Lindners, die Regierungsarbeit aus der Opposition heraus sachlich und angemessen zu kritisieren, stellte er gegenüber der Welt klar. Der Anzugvergleich sei „darüber hinaus blöde“, resümierte Kinkel.

Auch Volker Wissing, stellvertretender Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, kritisierte die „Entgleisung“. „Sein emotionaler Ausfall zeigt, wie nervös die CDU ist. Die CDU-Basis hält von Frau Merkels Flüchtlingspolitik nichts. Die Mitglieder der CDU werden Christian Lindners Kritik an Merkel weitgehend teilen“, betonte Wissing.

„Wenn Peter Tauber schon auf Kleidungsfragen ausweichen muss, um vom Scheitern der Union in der Flüchtlingsfrage abzulenken, zeigt dies nur, wie nervös er ist“, unterstrich auch FDP-Generalsekretärin Nicola Beer. Sie kündigte an: „Die Freien Demokraten werden auch weiterhin den Finger in die Wunden des Verwaltungsversagens und der Konzeptlosigkeit legen.“

Kommentare (4)

  • Helmut Brune

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    Daß man gemeinsam mit den Parteigenossen das neue Jahr einläutet um sich danach wieder mit vereinten Kräften den Querelen der politischen Aufgaben zu stellen, ist ja etwas Positives. Es verstärkt den Zusammenhalt. Jedoch halte ich alle Aussagen, die den Konkurenzparteien vielleicht Schaden zufügen können, für Unseriös und Amateuristisch. Man kann den Aussagen entnehmen, daß in diesem Jahr wieder Wahlen anstehen und alle versuchen, die Gunst der Wähler für ihre Partei zu gewinnen. Dann wird auch nicht gescheut, den Anderen mit Schlamm zu bewerfen. Wir reden hier zwar von erwachsenen Menschen aber die machen es nicht viel anders, als die Kinder im Kindergarten.

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  • Oskar B.

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    Die sollten sich das Geld für die Empfänge sparen und zu Hause bleiben. Als Wahlstimmenfang lohnen diese selbstbeweihräuchernden Veranstaltungen eh nich. Das gesparte Geld sollten sie der Tafel spenden, damit die hungernden Bürger auch mal etwas vom großen Kuchen abbekommen.

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  • S. Maritz

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    Die Dekadenz der Altparteien vor dem bösen Erwachen

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  • Jörg Bauer

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    Das verprassen von Steuergeldern für Großkotzempfänge könnt ihr euch sparen.

    Der Wähler hat das ganze Jahr eure Politik (Groko im Kreis ohne Rücktritt- warum auch, Götter machen keine Fehler!, Muttis Flüchtlingspolitik und deren kulturelle und finanzielle Folgen, Unnas Causa auch hier keine Konsequenzen gezogen) ertragen und wird es euch bei den Wahlen quittieren.

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