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CDU lehnt Verkauf des „Fässchens“ ab – Seniorentreff soll städtisch bleiben

Privat vor Staat? Nicht grundsätzlich besser, urteilt die CDU und stellt sich zu einer geplanten Privatisierung der Seniorentreffs „Fässchen“ überraschend konservativ. In Wortes Sinne also „bewahrend“ (konservativ hat mit Konservendose zu tun) – und bewahren möchten Unnaer Konservative die städtische Trägerschaft der Altenbegegnungsstätte.

Im Haushaltsplanentwurf schlägt der Kämmerer eine Privatisierung vor. Damit kann sich die CDU nicht anfreunden.

„Das ,Fässchen´ sollte in kommunaler Trägerschaft bleiben“, schreibt Fraktionschef Gerhard Heckmann als Ergebnis der Haushaltsklausur am vergangenen Wochenende. „Über den Hausbeirat des Seniorentreffs wird es dem Rat der Kreisstadt ermöglicht, Angebot und Nachfrage mitzuerleben und auf die Bedürfnisse zu reagieren. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung ist eine Altenbegegnungsstätte ein wesentliches Element für eine seniorenfreundliche Stadt Unna.“

Die Verwaltung solle die Jahre 2015 und 2016 daher nutzen, ein zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten. Also zu schauen: Wo sind Kosten einzusparen? Mit diesen Kostenvorteilen könne sodann ab 2017 gerechnet werden, meint Heckmann. Sollte das mit dem Haushaltssicherungskonzept nicht zu vereinbaren sein, soll die Stadt für den Weiterbetrieb des Fässchens Geld verwenden, das sie durch die niedrigere Kreisumlage und höhere Zuschüsse vom Land zu erwarten hat – mehr als eine halbe Mio. Euro (Rundblick berichtete).

Jedenfalls ist ein Verkauf des Seniorentreffs mit der CDU nicht zu machen. Es sei „eine hervorragende städtische Einrichtung mit einem großen Team ehrenamtlicher Mitarbeiter. Das vielfältige Angebot, vom informellen Bei-sammensein über Kursformate (Sprache, Bewegung, Sport, Kreatives etc.) bis hin zu Gruppenprogrammen erfreut sich großer Beliebtheit“, betont die Fraktion. Dies geltet sowohl für die Angebote in der Begegnungsstätte als auch für den Hausbesuchsdienst.

Deshalb in diesem Fall: weiter Staat – sprich Stadt – statt Privat.

Kommentare (1)

  • Hanno

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    Was hat die Stadt mit dem Angebot dort zu tun ?!?
    Das Angebot können die Senioren dort doch selbst bestimmen. Politischer Einfluss hat dort nichts zu suchen. Da fragt man sich, warum die CDU gerade dort eine Privatisierung ablehnt.
    Das mit der Konservendose ist gut. Reingepackt und Deckel drauf.

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