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CDU empfiehlt: Nur noch eine Eishalle für Unna und Bergkamen – die zweite schließen

Braucht Unna künftig überhaupt noch eine eigene Eissporthalle? Dies zweifelt die CDU-Fraktion aufgrund des erheblichen anfallenden Sanierungsbedarfs erstmals offen an. Fraktionschef Gerhard Heckmann schlägt in seinem Jahresrück- und Ausblick eine interkommunale Zusammenarbeit mit Bergkamen vor – „was auf den Betrieb einer gemeinsamen Eissporthalle hinauslaufen dürfte.“ Die andere müsste entsprechend geschlossen werden.

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Gerhard Heckmann (CDU).

Aus Sicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden stellt die Eissporthalle am Bergenkamp „ein großes Finanzierungsproblem für die Zukunft“ dar. Sie bekomme jährlich 150 000 Euro von der Stadt und zusätzlich einen Jahreszuschuss von den Wirtschaftsbetrieben Unna (WBU) – 2013 lag er bei 134 000 Euro.

Die Instandhaltung der Halle, unterstreicht Heckmann, sei laut Vertrag ausschließlich Sache der Pächterfamilie Kuchnia. „Somit ist die die Eissport GmbH für die jetzt anliegenden Investitions- und Reparaturnotwendigkeiten in Höhe von 235 000 Euro voll und ganz allein zuständig und kann es auch entsprechend des Gutachterberichtes leisten.“

Jedoch – nach Februar 2020, wenn der Pachtvertrag endet, werden erhebliche Grundsanierungen fällig, erinnert der CDU-Fraktionschef. „In Höhe von über 2 Mio. Euro. Dies dürfte die Leistungskraft der Eissport und Fun GmbH sicher weit übersteigen.“

Es wäre illusorisch, stellt Heckmann klipp und klar fest, auf Unterstützung der Stadt zu hoffen. Im Übrigen stelle sich aber eben die Frage, ob die nähere Region (Hamm, Bergkamen, Unna, Soest) „überhaupt in Anbetracht der allgemeinen prekären Finanzsituation so viele Eissporthallen benötigt. Hier wäre eine interkommunale Zusammenarbeit beim Eissport zwischen Bergkamen und Unna durchaus sinnvoll.“

Die Eissporthalle in Bergkamen-Weddinghofen – ca. 20 Autominuten von Unna entfernt – wird von den Gemeinschaftsstadtwerken (GSW) Kamen-Bönen-Bergkamen betrieben. Sie bietet  1.800 Quadratmeter Lauffläche mit speziellen Laufzeiten für Kinder und Familien, einer Sonntags-Disco und „Jumbo-Laufzeiten“ in den Ferien. Ihr Investitionsbedarf, um sie längerfristig zukunftsfit zu machen, liegt laut eines aktuell im Herbst vorgestellten Gutachtens bei 1,1 Mio. Euro. Die GSW haben bereits deutlich gemacht, dass sie das als kommunales Unternehmen kaum werden leisten können.

Kommentare (4)

  • Hanno

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    Eishalle schließen, Werkstatt Unna schließen, Anne Frank Schule schließen, Nicolaischule schließen, Lichtkunst schließen, Fußgängerzone schließen, Lindenbrauerei schließen, nur das Fässchen darf bleiben.. am besten schließt die CDU sich selbst !!!!

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  • Ramona Fitschen

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    ….und die Jugendlichen und Kinder, die nicht die Möglichkeit haben mit dem Auto nach Bergkamen zu fahren…was ist mit denen?
    Na ja, die Eishalle als Bauland scheint wohl zu attraktiv zu sein…
    Schade, ich habe mehr von Unna erwartet:-(

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  • Tim Trautmann

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    Armes Unna!!! Schlimmere Kommunalpolitik gibt es wohl sonst nirgends ! Ich kann jedem nur empfehlen diese Stadt zu meiden oder hier zu verschwinden !Sowas von Nachwuchsunfreundlich geht auf keine Kuhhaut . Denkt mal irgendeiner an die Zukunft von Unna ? Oder ist der Plan das die Politik hier bald unter sich ist ! Aber dann können die sich ja ihren Alkoholkonsum (anders kann ich mir sowas nicht erklären) aus der Kommunalkasse Finanzieren

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  • Lauren

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    Was soll den dann aus der Eishalle in bergkamen passieren. Ich weiß selber aus eigener Erfahrung das sie oft überfüllt ist. Wenn die Jugendlichen aus Unna noch dazu kommen werden viele die Eishalle meiden oder es wird zu Unfällen kommen. Vielleicht sollte die CDU mal Umdenken. Für die Kinder und Jugendlichen und nicht für das Geld. Die Kinder und Jugendlichen bezahlen schließlich bald alles.

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