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BVB-Ultras attackieren Polizei – Nach dem Spiel Schlägerei mit lebensgefährlich Verletztem

Das letzte BVB-Heimspiel in dieser Saison – für echte Fans ein Fußballfest – wurde am Samstag leider auch von hässlichen Szenen gewaltbereiter (und -tätiger) Ultras begleitet. In der Vorspielphase bekam es die Polizei mit bis zu 100 Hooligans zu tun, die Pyrotechnik zündeten und Polizeibeamte attackierten.

Nach dem Spiel kam es in Stadionnähe zu einer brutalen Schlägerei mit einem lebensgefährlich Verletzten. Es sollen aber keine Fußballfans daran beteiligt gewesen sein.

Über die unruhige Vor- und Nachspielphase berichtete am Samstagabend die Dortmunder Polizei.

Die Begegnung zwischen dem BVB und Werder Bremen sahen im Signal Iduna Park insgesamt 81.360 Zuschauer, darunter 8.129 Gästefans. Es gab 21 Strafanzeigen – u. a. wegen Körperverletzung, Diebstahl, Raub, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung.

In der  Vorspielphase bekam es die Polizei mit einer Gruppe von ca. 20 Dortmunder Ultras zu tun (The Unity), die auf dem Weg zum Stadion im Bereich der Weißenburger Straße Pyrotechnik zündete. Beim Versuch, diese Gruppe in der Innenstadt anzuhalten und zu kontrollieren, wurden Polizeibeamte attackiert, beschreibt es der Polizeibericht. Hierbei kam es zu mehreren Widerstandshandungen und Beleidigungen.

Nach „Laufspielen“ im Bereich des Wallringes konnte die Gruppe, die zwischenzeitlich auf ca. 100 Personen angewachsen war, iin der Dudenstraße angehalten werden. 4 wurden in Gewahrsam genommen, alle anderen konnten danach ihren Weg zum Stadion fortsetzen – entschieden sich aber um und kehrten  zu ihrer Unterkunft zurück.

Nach dem Spiel gerieten im Bereich des Bolmker Weges mehrere Personen so brutal aneinander, dass ein Beteiligter lebensgefährlich verletzt wurde. Es gab mehrere vorläufige Festnahmen, eine Ermittlungskommission der Kripo wurde eingesetzt. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen handelte es sich nicht um eine Auseinandersetzung zwischen Fußballfans.

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