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Bundesverdienstkreuz für Heinz Steffen

Heinz Steffen (M.) mit Landrat Michael Makiolla (l.) und Bürgermeister Werner Kolter nach der Verleihung. Foto ;Kreis Unna

Heinz Steffen (M.) mit Landrat Michael Makiolla (l.) und Bürgermeister Werner Kolter nach der Verleihung. Foto Kreis Unna


Bundespräsident Joachim Gauck hat Heinz Steffen mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste Auszeichnung, die das Land an verdiente Mitmenschen vergeben kann.

Dass Heinz Steffen ein würdiger Träger des Ordens ist, hat Landrat Michael Makiolla, der die Ehrung in Vertretung des Bundespräsidenten übernahm, in seiner Rede mehr als deutlich gemacht: „Wir brauchen in unserer Gesellschaft Menschen, die sich intensiv und nachhaltig für die Gestaltung und Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens einsetzen und engagieren. Ohne diese Menschen würden unsere Gesellschaft sowie unser Staat verkümmern.“

Heinz Steffen bezeichnet sich als „Kommunalpolitiker aus Leidenschaft“, für ihn sei das Lokale der politische Handlungsraum, in dem die Lebensverhältnisse der Bürger am nachhaltigsten gestaltet werden können. Ein Aussage, die er durch seine lokalpolitische Arbeit in mehr als 30 Jahren unterstrichen hat. Mittlerweile zählt er zu den dienstältesten Kommunalpolitikern im gesamten Kreis Unna. „Die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland soll Dir ein Zeichen des Dankes und der öffentlichen Anerkennung für Ihr jahrelanges kommunalpolitisches Engagement sein“, sagte Makiolla.

Die politische Karriere von Heinz Steffen:

Die offizielle Ordensbegründung des Bundespräsidenten fasst auch das politische Wirken des Königsborners zusammen: Seit 1979 ist Steffen Mitglied des Kreistages. Von Mitte der 1980er Jahre bis 2008 war er Vorsitzender SPD-Fraktion. Seinen Schwerpunkte setzte der Sozialdemokrat in der Haushaltspolitik und in der Beteiligung des Kreises Unna an kommunalen Gesellschaften. Außerdem war er zwischen 1991 bis 1997 maßgeblich an der Umgestaltung der Abfallwirtschaft des Kreises Unna beteiligt.

In dieser Zeit wurden unter seiner Mitwirkung die „Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH“ (GWA) und die „Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft Kreis Unna mbH“ (VBU) gegründet. Als SPD-Fraktionsvorsitzender hatte er maßgeblichen Anteil an den interkommunalen Verhandlungen zum Erwerb der Abfallentsorgungsanlage Hamm, durch die die Entsorgungssicherheit im östlichen Ruhrgebiet gewährleistet wurde.

30 Jahre Ratsmitglied in Unna

Außerdem war er von 1979 bis 2009 Mitglied des Rates der Stadt Unna und gehörte zahlreichen Ausschüssen an. Von 1984 bis 1994 war er Vorsitzender  SPD-Fraktion im Rat der Stadt. Von 2004 bis 2009 leitete Heinz Steffen den Wahlprüfungsausschuss. Seit 2009 wirkt er als sachkundiger Bürger in diversen Ausschüssen des Rates aktiv mit. 1999 wurde Heinz Steffen der Ehrenring der Stadt Unna verliehen.

Dem Verwaltungsrat der Sparkasse Unna gehört er seit 1979 an und hat seit 1995 den Vorsitz des Risikoausschusses inne. 2009 wurde er mit der Großen Westfälisch-Lippischen Sparkassenmedaille ausgezeichnet, im gleichen Jahr verlieh ihm der Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland-Westfalen e.V. die silberne Ehrennadel.

Heinz Steffen war an Umgestaltung und Kauf des „Fässchen“ beteiligt

Heinz Steffen war von 1984 bis 2009 Mitglied des Aufsichtsrats der „Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH“ (UKBS) und hatte von 1995 bis 2009 den Vorsitz des Aufsichtsrates inne. Heinz Steffen setzte sich mit dem demografischen Wandel auseinander und war maßgeblich am Bau und der Umsetzung von alten- und behindertengerechten Projekten beteiligt.

So wurde beispielsweise der Seniorentreff „Fässchen“ in Unna gekauft und umgestaltet – hier trifft man sich zum Frühstück oder Mittagessen, kann Sprach-, Sport- oder Kreativkurse besuchen oder sich im Bereich der neuen Medien schulen lassen. Weiterhin wurde ein Mehr-Generationenhaus in Unna errichtet, Seniorendomizile mit „Betreutem Wohnen“, ein Gesundheits- und Ärztehaus in Kamen und ein Frauenhaus im Kreis Unna gebaut.
Er erhielt eine monatliche Aufwandsentschädigung sowie Sitzungsgeld für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der UKBS.

LWL verlieh höchste Auszeichnung des Verbandes

Von 1989 bis 2009 war Heinz Steffen Mitglied der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (LWL) und Mitglied mehrerer Ausschüsse. Er hatte von 1994 bis 2009 den stellvertretenden Vorsitz der SPD-Fraktion in der Landschaftsversammlung inne und setzte sich insbesondere für benachteiligte Menschen ein. Der LWL ehrte ihn bei seinem Ausscheiden mit einer der höchsten Auszeichnungen des Verbandes: Dem Ehrenring des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Heinz Steffen war von 1995 bis 2002 Mitglied des Fachausschusses „Verfassung, allgemeine Verwaltung“ in der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in NRW (SGK NRW). Er zeichnete sich hier vor allem durch sein kommunalpolitisches Sachwissen und die Lösung zahlreicher Probleme aus. Im Jahr 2011 wurde er mit der SGK-Ehrennadel ausgezeichnet.

Von 1995 bis 2004 gehörte Heinz Steffen als Vertreter der SPD-Fraktion der Planungskommission „Regionale Strukturpolitik“ des Regionalrats der Bezirksregierung Arnsberg an und war von 2000 bis 2001 stellvertretender Vorsitzender.“

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