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"Bürgerfreundlichere" Baumschutzsatzung lässt auf sich warten

Nicht Bürger gegen Bäume ausspielen, sondern die Baumschutzsatzung „bürgerfreundlich optimieren“ hae die SPD mit folgendem Vorschlag im Sinn: Tannen und Fichten, da sie sehr schnell sehr riesig werden, aus der Satzung herausnehmen; den Stammumfang geschützter Bäume ab einem Meter Höhe von 120 auf 125 Zentimeter erhöhen. Mehrheiten dafür kamen bisher aber nicht zustande. Das Anliegen wurde quasi plattdiskutiert.
Während die Baumschutzsatzung weiter ihrer Optimierung harrt, lässt die Stadt in den nächsten drei Monaten erst einmal ihren gesamten Baumbestand in einer Datenbank katalogisieren. Eine externe Firma untersucht über 8000 Gewächse auf etwaige Krankheiten und Baumleiden. 5436 Straßenbäume und 2796 Bäume auf städtischen Liegenschaften gehören der Stadt, sprich sie hat sie zu pflegen und stetig auf Sicherheit zu überprüfen. Die Firma aus dem brandenburgischen Falkensee wird die Datenbank in den kommenden Wochen durch zertifizierte Baumsachverständige fachkundig füllen. Sichtkontrollen müssen genügen, damit Krankheiten anhand angebrochener Äste, Risse in den Stämmen usw. erkannt und bei Bedarf sofort behandelt werden. Im schlimmsten Fall muss der Baum die Säge spüren.
Für Bäume auf privatem Grund sind allein die Eigentümer zuständig: Wie sie ihren Pflichten nachkommen, ist der Stadt prinzipiell egal, so lange am Ende das Ergebnis stimmt. (Silvia Rinke)

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