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Bürger sollen Unna bewegen – Demografie-Arbeitskreis mit Gerd Steinschen startet Umfrage mit Ziel einer "generationengerechten Stadt"

Gerd Steinschen und Prof. Dr. Vanessa Haselhoff

Gerd Steinschen und Prof. Dr. Vanessa Haselhoff

„Unna soll nicht nur seniorengerecht, sondern generationengerecht werden.“ Dies fordert kein anderer als Gerd Steinschen, der jahrzehntelang als SPD-Ratsherr mit Bedacht und Sachverstand die „Architektur“ des Unnaer Stadtbildes mitbaute. Im Ruhestand wirkt Steinschen jetzt weiter an dieser Entwicklung mit, als Aktivposten in der „Demografie-Arbeitsgemeinschaft Innenstadt“ (AGI). Diese hat emsig Vorarbeit geleistet für eine Untersuchung: „Wie aktiv ist Unna?“ Die Frage dürfen sich alle Unnaer ab heute stellen lassen und vor allem auch beantworten, denn die von der AGI vorbereitete Feldstudie erforscht das momentane Freizeitverhalten sowie die Wünsche der Unnaer Bürger und soll als Grundlage für konkrete Maßnahmen dienen.
Den sechsseitigen Fragebogen dazu – bitte Zeit einplanen für die Beantwortung – entwickelte die AGI, während sie für die Untersuchung selbst Prof. Dr. Vanessa Haselhoff vom Campus Unna gewinnen konnte. Die Professorin an der Hochschule für angewandtes Management war bereits mehrfach für das Stadtmarketing tätig.
Sechs eng bedruckte Seiten mit Fragen… „Welche Hobbys haben Sie?“ Kochen, Wandern, Garten, Computer… „Stunden pro Woche?“ – Thema Kunst, Kultur: „Wie sehr interessieren Sie sich generell dafür?“ Von „sehr“ bis „überhaupt nicht“. Spezielle Interessen? Theater, Konzerte, Museen…, bitte ankreuzen. Thema Weiterbildung: Bin ich interessiert, finde ich sie wichtig, nutze ich die Angebote in Unna? – Sport und Spiel… bürgerschaftliches Engagement („ich würde mich eigentlich gern engagieren, aber…“ bis „Ich sehe keinen Grund, mich zu engagieren“. Auch Kommunalpolitik wird einbezogen: „Ich würde gern mehr über aktuelle Themen in Unna reden“ oder eben das ernüchternde „Kommunalpolitik interessiert mich nicht“.
Persönliche Angabe beziehen sich auf Geschlecht, Alter, Schulabschluss Berufsgruppe, Beziehungsstatus, Arbeitsverhältnis und ungefähres Nettoeinkommen. „Alle Angaben bleiben anonym“, steht es versichernd im Fragebogen.
Die Demografie-Arbeitsgruppe hat mit einer Vorstudie den Fragebogen quasi „probelaufen“ lassen und sieht sich vom Ergebnis ermutigt. „Wir möchten das Freizeitverhalten der Unnaer und ihre Bereitschaft zum aktiven Handeln umfassend mit einer Umfrage ergründen“, stellt Gerd Steinschen fest. Da die AGI schwerlich 60 000 Fragebögen an jeden einzelnen Unnaer mit der Post schicken kann und das auch nicht will, baut sie auf die Lust der Bürger, selbst zuzugreifen und aktiv so das zeitgemäße Leben in Unna mitzugestalten. „Die Bürger sollen Unna bewegen“, bringt es Steinschen auf den Punkt. „Wir wollen einfach mal sehen: Was können und wollen die Bürger für ihre Stadt tun?“
Wer es gern einfach hat, klickt den Link auf der Unna-Homepage an (www.unna.de) und wandert bequem per Maus von Kästchen zu Kästchen. Download und Ausdruck sind nicht nötig. Bis zum 7. Juni ist der Link scharf geschaltet. Auf konventionellem Weg finden sich die Fragebögen im Bürgerbüro im ZIB.

(von Silvia Rinke)

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