Rundblick-Unna » Brutzeit beginnt: Hunde in Vogelschutzgebieten anleinen!

Brutzeit beginnt: Hunde in Vogelschutzgebieten anleinen!

Gassigehen ja – auch weitläufig durch die Felder, aber bitte mit Leine. Seit Ende 2016 gilt in NRW das neue Landesnaturschutzgesetz. Das bedeutet auch, dass sich Hundehalter an neue Regeln halten müssen. Darauf macht die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis Unna aufmerksam.

In allen Vogelschutzgebieten in NRW müssen Hunde danach während der Brutzeit der Vögel vom 1. März bis 31. Juli angeleint werden. Für den Kreis Unna gilt das im Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“, das in Teilen auch Flächen in Unna und Fröndenberg umfasst.

Die Leinenpflicht gibt es nicht ohne Grund: Frei laufende Hunde können, insbesondere wenn sie von den Wirtschaftswegen abweichen, viele Tiere gefährden. Und zwar auch dann, wenn sie nicht unmittelbar hinter vermeintlicher Beute herhetzen. Denn wenn Elterntiere beispielsweise durch frei laufende Hunde aufgescheucht werden, verlassen sie vorübergehend ihren Nachwuchs, der dann von Beutegreifern geholt werden kann. Bei nasskalter Witterung können wärmebedürftige Jungtiere an Unterkühlung sterben, auch wenn sie von den Eltern nur kurzzeitig verlassen werden.

Langlaufleinen sind eine Lösung

Natürlich können Hunde weiterhin im Vogelschutzgebiet ausgeführt werden, nur während der Brutzeit eben an der Leine. Als Kompromisslösung schlägt der Kreis Langlaufleinen vor, die dem Laufbedürfnis der Hunde im gewissen Rahmen Rechnung tragen.

Auf keinen Fall sollten „Stöckchen“ zum Apportieren in die Felder, Wiesen und Brachflächen geworfen werden. Diese Flächen sollten auch nicht betreten werden. Denn dies stört nicht nur die dort lebenden Tierarten, sondern auch Landwirte: Mit Hundekot versetztes Heufutter wird vom Vieh verschmäht, und nicht wiedergefundene Apportier-Gegenstände können Schäden an Erntemaschinen verursachen.

Uneinsichtige müssen  mit einem Bußgeld rechnen.

Kommentare (10)

  • Baerbel Klaholt via Facebook

    |

    Dann sollte die Stadt mal die hundewiese im bornekamp in angriff nehmen damit man dort seinen Hund laufen lassen kann

    Antworten

  • Ariane Brochtrop via Facebook

    |

    Finde ich grundsätzlich in Ordnung… Katzenbesitzer sollten es ihren Tierchen aber auch untersagen… auf Vogeljagd zu gehen. Zudem hoffe ich, dass die Gestrüppe für’s Osterfeuer restlos ALLE vor dem anstecken umgeschichtet werden… so viele Tiere wie da jedes Jahr bei drauf gehen, kann kein Hund jagen!!!

    Antworten

  • Markus Antonius

    |

    Da scheiß ich mal ganz locker drauf. Meine Hunde lasse ich von der Leine, wo ich will. Alles andere halte ich für Tierquälerei. Herr Remmel soll erst einmal eine Ausbildung erfolgreich abschließen. Nicht einen Tag ehrlich gearbeitet, aber die Landbevölkerung drangsalieren.
    Was ich mir sonst denke, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit.

    Antworten

  • Marija Borghardt via Facebook

    |

    Es gibt’s genügend Wege und Wiesen wo Hunde frei herumlaufen können! In Naturschutz Gebiet muss das eben nicht gerade sein! Es geht nicht nur um Vögel! Es sind auch kleine Tiere, Reh und denen Nachwuchs. ….. und freilaufende Jagdhund ist da wenn er Wild Witterung annimmt nicht mehr zu kontrollieren! Genau so all andere Hunde Rassen! Vielen Hundebesitzer haben sogar eigene Garten komplett mit dem Zaun herum! Warum lässt er sein Hund dort nicht sich austoben? …….

    Antworten

    • Markus Antonius

      |

      Sag das mal den Kessenbührenern, Stockumerns oder Hemmerdern, wenn du dich traust. Das ist für mich Öko-Faschismus.

      Antworten

  • Titus

    |

    @Markus Antonius: Wer auf Natur und Tierwelt scheißt, wird dann nach Aussterben der Artenvielfalt nur noch chemisch hergestellte Nahrung zu sich nehmen können, oder sich seinen Hund braten können. Bloß keine Rücksichtnahme …..So eine Ignoranz !

    Osterfeuer sind über wie ein Kropf. Verpestet die Luft und macht überhaupt keinen Sinn.

    Antworten

    • Markus Antonius

      |

      Ich sch****e nicht auf Tiere und NAtur, ganz im Ggenteil. nur auf die rot-grüne Gängelung von Landwirtschaft und Landbevölkerung! Auf dem Land wird der preis für die Energiewende gezahlt, für die Sucht nach immer mehr immer billigerem Fleisch, für die Rücksiedelung des Wolfes etc.. Spannend übrigens, dass sich Naturschutzbelange immer der Nutzung von Flächen für erneuerbare Energien unterordnen muss. als ob hintwr der Ökostrom-Mafia nicht auch handfeste wirtschaftliche Interessen stünden.

      Antworten

      • Redaktion Rundblick-Unna.de

        |

        Schluss jetzt bitte mit den Kraftausdrücken, Markus Antonius, benutz im Minimum die Sternchen. Danke!!!

        Antworten

  • Alexander Diecke via Facebook

    |

    Wir haben ca 50 Prozent weniger einheimische Vögel dieses Jahr. Was an dem viel zu nassen und kalten Frühjahr 2016 lag. Da ist der Großteil des Nachwuchses gestorben. Also kann man doch mal Rücksicht nehmen. Mit seinem Hund wo anders lang laufen oder ihn an die Leine nehmen. Wo ist das Problem? Und wer für das Osterfeuer in das Naturschutzgebiet geht und dort alles umgräbt, der würde ich gerne selber ……

    Antworten

  • Marija Borghardt via Facebook

    |

    Ich zitiere!
    Da scheiß ich mal ganz locker drauf. Meine Hunde lasse ich von der Leine, wo ich will. Alles andere ist Tierquälerei. Herr …….
    Wer Tiere liebt, der beschützt Sie und vor allem die, die sich nicht selbst beschützen können! Danke das Sie verstanden haben!
    Und Ausdrucksweise passt zum Charakter! Schreibfehler kann jeder mal sich erlauben! Ausdrucken muss gelernt werden!

    Antworten

Kommentieren