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Brückenproblem Zechenstraße: Alternative gefunden?

Zuhören – abwägen – anpacken, aber auch in dieser und keiner anderen Reihenfolge. So will die SPD-Fraktion das Brückenproblem an der Zechenstraße gelöst sehen. Genug Luft und Zeit bleibt jetzt dafür, nachdem der Stadtentwicklungsausschuss das Thema Zechenstraße auf Antrag der SPD-Fraktion von der Tagesordnung genommen hat. Zuvor hatten die Genossen in Königsborn bereits erste konstruktive Gespräche mit den Anliegern geführt und Alternativen erarbeitet.

Reges Interesse beim Bürgerdialog

Volker König. Foto: SPD Königsborn

Volker König. Foto: SPD-Koenigsborn.de

Zu besagtem Bürgerdialog am 12. Februar erschienen deutlich mehr Interessenten als erwartet, nämlich fast zwei Dutzend. Eine Lösung muss in jedem Fall her, da die Stadt eine komplett neue Brücke – die die Zechenstraße über die Bahngleise führt – definitiv nicht finanzieren kann. Alternativ hatte die Verwaltung zunächst einen Vorschlag unterbreitet, der bei vielen Anliegern auf Gegenwehr stieß: Die Brücke soll gesperrt und eine provisorische Umgehungsstraße eingerichtet werden, bestehend aus einer Verbindung von Former- und Schmelzerstraße.

Beide Straßen enden aber zurzeit nördlich der Brücke in Sackgassen. Die Stadt plante nun, diese Sackgassen für eine Verbindung zu öffnen, wodurch natürlich mehr Verkehr über beide Straßen fließen würde – weshalb die Anlieger verständlicherweise wenig begeistert sind. Sie fürchten Lärm, Verkehrshektik und damit auch einen Werteverlust ihrer Grundstücke. Ein beidseitig an der Schmelzerstraße ansässiges Unternehmen nutzt die Straße zudem für seinen Werksverkehr. Und dies wäre kaum noch möglich wäre, würde die Sackgasse geöffnet und ständig Durchgangsverkehr die Fahrbahn kreuzen.

Bauverwaltung soll Preis für höhengleichen Bahnübergang Zechenstraße ermitteln

Zusammen mit dem zuständigen Ratsherrn Volker König und weiteren SPD-Vertretern einigten sich die Anlieger deswegen auf einen Fahrplan: Die Bauverwaltung soll auch die Kosten für einen höhengleichen Bahnübergang ermitteln. Denn das zu querende Gleis wird nur noch selten genutzt, und wenn, dann nur nachts. Eine weitere Alternative bietet Unternehmer Christian Henze konkret dem Rathaus an: Für die Umgehungsstraße, die so oder so bald nötig wird (da die Brücke eben marode ist), könnte die Stadt ein Privatgrundstück Henzes erstehen, über das eine kürzere (und damit billigere) Verbindung der beiden Straßen möglich wäre.

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