Rundblick-Unna » Bluttat in Altenwohnanlage Hamm: Todesschütze besaß Pistole schon lange – ohne Waffenschein

Bluttat in Altenwohnanlage Hamm: Todesschütze besaß Pistole schon lange – ohne Waffenschein

Nach der schrecklichen Bluttat in einer Altenwohnanlage in Hamm-Werries mit zwei Toten und drei Verletzten (Bericht auf Rundblick) ist noch völlig unklar, wie der 77Jährige Todesschütze an seine Waffe kommen konnte.

Der Täter, der sich unmittelbar nach seinen Schüssen im Aufenthaltsraum der Seniorenwohnanlage selbst richtete, sei jedenfalls kein Jäger gewesen und habe nach bisherigem Ermittlungsstand auch keine Waffenbesitzkarte besessen.

Nach einer neuen Mitteilung der Staatsanwaltschaft von heute Nachmittag haben die  Ermittlungen ergeben, dass es zwischen dem Täter und der schwerverletzten 77-jährigen Bewohnerin seit über einem Jahr verschiedene kleinere verbale Streitigkeiten gab.

Bei der Tatwaffe handelt es sich um eine alte Pistole, eine Walther P38. Es konnte bislang nicht geklärt werden, wie lange der Täter diese schon im Besitz hatte.

Der 77Jährige hatte die Waffe zuerst auf die 77Jährige abgefeuert, mit der er in Streit geraten war. Eine 55-jährige Mitarbeiterin des Evangelischen Pflegedienstes versuchte den in Rage Geratenen zu beruhigen – gemeinsam mit einem 72-jährigen Bewohner. Doch der Mann schoss weiter um sich, traf den 72-Jährigen – der noch im Aufenthaltsraum verstarb – und auch die 55Jährige, die schwerst verletzt wurde. Kurz bevor der Täter sich selbst erschoss, traf er noch eine 72-jährige Bewohnerin – sie wurde zum Glück nur leicht verletzt.

Ein Dutzend Rettungs- und Notarztwagen sowie ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Das Gelände war stundenlang weiträumig abgesperrt. Seit gestern Nachmittag ermittelt eine Mordkommission der Polizei Dortmund.

Die beiden schwerverletzten Frauen sind mittlerweile operiert worden. Es besteht jedoch weiterhin Lebensgefahr.

blaulicht1

Kommentieren