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Billmericher drängen auf die Datenautobahn

Die Stühle im Saal der Billmericher Dorfgaststätte Haus Buschmann reichten nicht. Rund 120 Bürger aus dem südlichen Ortsteil der Kreisstadt Unna drängten sich bei der Informationsveranstaltung zum möglichen Breitband-Anschluss des Dorfes. Die Stadtwerke Unna und der kommunale Provider HeLi NET hatten am 29. Oktober eingeladen. Sie bekamen von den im Web ausgebremsten Billmerichern das Signal: So schnell wie möglich soll der Stau auf der Datenautobahn beseitigt werden. Wenn rund 200 Haushalte bis Februar 2015 Vorverträge unterschreiben, dann bauen die Stadtwerke Unna. Und ab 2016 könnten die Dörfler mit Highspeed surfen.

  tadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Schäpermeier erklärte zum Auftakt: Das kommunale Energieunternehmen nimmt den Auftrag an, die Infrastruktur der Zukunft zu legen: Breitbandkommunikation sei inzwischen für viele Firmen und auch Privathaushalte genauso unverzichtbar wie die Energieadern, die die Stadtwerke seit 150 Jahren für Unna gewährleisten. „Und auch da darf es keine Spaltung zwischen den Stadtzentrum und den ländlichen Bereichen geben“, erklärte der SWU-Chef. Sofortige Zustimmung von den Billmerichern: „Mein Fernseher kann eigentlich alles, ich kann nichts“, sagte IT-Unternehmer Andreas Tracz. Homeoffice sei angesichts der Leistung alter Kupferadern gar nicht möglich. Gleiche Kunde vom Fahrschul-Unternehmer Markus Hainer. Der ist schon HeLi NET-Kunde und wünscht sich „lieber heute als morgen“ die leistungsfähige Kommunikations-Anbindung.

Breitband Billmerich Buschmann

Ob die Dörfler fixes Internet möchten? Die Frage bezogen auf Billmerich erübrigt sich: Brechend voll war der Saal in der Gaststätte Buschmann. (Fotos: SWU)

Die könnte bei gesicherter Nachfrage schnell geschaffen werden, erklärte Karsten Pfützner, Abteilungsleiter Nachrichtentechnik der Stadtwerke: Von ihrer Station Leibnizstraße aus würden die Stadtwerke über 6,5 Kilometer eine Glasfaserleitung bis in den Billmericher Ortskern ziehen. Dort, wo bisher die Kupferadern der Telekom den Hauptverteiler erreichen, würde von HeLi NET eine neue Schaltstelle aufgebaut. An dieser der würden die Verbindungen zu den Billmericher Eigenheimen und Firmen angeschlossen. 50 Mbit/Sekunde, gut für schnelles Internet und Telefonie, könnten dann die meisten Menschen im Dorf genießen.

In Randbereichen wie etwa Am Busch wäre mit bis zu 14 Mbit immer noch das mindestens Zehnfache der heutigen Geschwindigkeit möglich. Ralf Schütte, Geschäftsführer der Heli NET, und sein Vertriebsfachmann Klaus Tibbe boten an: Sie informieren jetzt alle interessierten Billmericher weiter, wenn gewünscht auch abends zu Hause. Die Umstellung von der Telekom oder anderen Anbietern auf das neue Netz würde von HeLi NET komplett erledigt. Voraussetzung immer: Rund ein Drittel der Billmericher unterzeichnen die Vorverträge, die erst zum Zuge kommen, wenn die nötigen 200 Mindestkunden erreicht werden. Im Gemeindehaus werden Infos ausgelegt. Ortsvorsteher Bernhard Albers verteilt die Vertragsvordrucke und Prospekte. Und eine weitere Bürgerinformation vor Ort an einem Samstag wird folgen, versprach Jürgen Schäpermeier.

  Weiterer Termin für Massen:

Am 6. November um 19 Uhr laden Stadtwerke Unna und HeLi NET mit Ortsvorsteher Peter Kracht zum gleichen Thema in das Forum der früheren Gerhart-Hauptmann-Schule in Massen-Nord.

 

Fragen zum Glasfaser-Anschluss:

HeLi NET Telekommunikation GmbH & Co. KG,

Klaus Tibbe

Tel. 02381 874-3050

E-Mail: tibbe@helinet.de

 

Stadtwerke Unna GmbH,

Karsten Pfützner

Tel. 02303 2001-413

E-Mail: karsten.pfuetzner@sw-unna.de

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