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Bildungscampus Königsborn soll ab 2019 auch Unnas Kita-Not lindern

Unna fehlen Kita-Plätze. Diese Not zu lindern – auch dazu wird in Königsborn für viele Millionen Euro ein ambitionierter „Bildungscampus“ erwachsen – auf dem Gelände der Anne-Frank-Realschule, die 2018 ausläuft.

Ein Kernstück der Neubebauung auf dem fast 18.000 m² großen städtischen Grundstück an der Palaiseaustraße ist eine neue Kindertagesstätte mit 10 Gruppen, die Platz bietet für 75 Knirpse: für 22 Minis unter 3 und 53 Ältere Kinder.

Denn an Kitaplätzen, sagten am Mittwochmittag  Beigeordnete Kerstin Heidler und Jugendamtsleiter Heinz-Dieter Edelkötter (im Bild) bei einem Pressegespräch im Rathaus, herrscht in Unna akuter Mangel. Ein Luxusproblem im Grunde, denn die Kreisstadt erfreut sich unerwartet vieler junger Neubürger. „Von 400er-Jahrgängen bei den Kitas konnte man noch vor einiger Zeit nicht ausgehen“, erinnert Kerstin Heidler an die gänzlich anderen Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung in Unna.

Nun freut sich jede Stadt und auch Unna natürlich über viele Kinder und viele junge Familien. Das Problem, das es momentan zu lösen gilt, sind die fehlenden Kindergartenplätze. „Wir sind ausgebucht“, nennt Edelkötter das Kind schlicht beim Namen.

Die neue Kita auf dem künftigen Bildungscampus soll deshalb zügig fertig sein, übernächstes Jahr peilen Stadt und Kreis (die das Gelände gemeinsam entwickeln) die Eröffnung an. 2,7 Mio. Euro Investitionskosten will die Stadt dafür außerplanmäßig zur Verfügung stellen, was der Rat noch absegnen muss.

Weitere neue Kindergartengruppen werden voraussichtlich im Sommer im Norden und Osten Unnas eröffnen:

In Königsborn gibt es zwei neue Gruppen in der ehemaligen Videothek an der Kamener Straße / Höhe Einmündung Zechenstraße, alle 40 Plätze sind laut Edelkötter allerdings schon vergeben;

in der ausgebauten Hemmereder Kita starten zum 1. August ebenfalls zwei Gruppen – hier sind zumindest die U3-Plätze schon ausgebucht.

Die beiden weiteren Bausteine des „Bildungscampus Königsborn“:

Bildungscampus Köbo Grafik

– Ein neues Förderzentrum, das das bisherige in der ehemaligen Harkortschule ersetzt;

– ein nagelneues Weiterbildungskolleg, das die beiden dezentralen Standorte im Pestalozzi-Gymnasiums (PGU) und der Katharinenschule unter einem Dach zusammenführt. Durch den Umzug des WBK in das neue Gebäude – das der Kreis anzumieten hätte – will die Stadt die Nutzungsrestriktionen und Raumengpässe am PGU beseitigen. Zugleich bekäme die Katharinenschule den nötigen Platz für ihre Offene Ganztagsbetreuung (OGS), den sie dringend braucht.

 

 

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