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Bewährung? Sowas von egal… Sozialstunden? Keinen Bock drauf

Was überführte Kriminelle zuweilen unter „Bewährung“ verstehen, beweist sich eindrucksvoll an folgenden zwei Vorfällen im Dortmunder Hauptbahnhof.

Heute Morgen passiert: Ein 33 jähriger Deutsche beleidigte einen 21-jährigen Kameruner. Plötzlich flogen die Fäuste. Bundespolizisten nahmen den 33-Jährigen fest – denn gegen ihn lag ein Sicherungshaftbefehl des Amtsgerichts Bochum vor. Er hatte mehrfach gegen Bewährungsauflagen verstoßen.

Die Ursache des Streits zwischen den beiden Männern konnten abschließend noch nicht geklärt werden. Die daraus resultierenden . einseitigen – Handgreiflichkeiten endeten jedoch offensichtlich mit Faustschlägen ins Gesicht des jungen Afrikaners. „Prellungen und eine blutende Lippe sprachen eine deutlichere Sprache“, unterstreicht die Bundespolizei. Bei der Überprüfung des Schlägers beleidigte dieser den Kameruner weiter.

Das Ergebnis der Überprüfung war eindeutig. Der Mann wurde mit einem Sicherungshaftbefehl des Amtsgerichts Bochum gesucht, war schon  2014 wegen Drogendelikten zu 3 Monaten Haft  verurteilt worden. Mit 3 Jahren auf Bewährung inklusive 20 Sozialstunden.

„Danach tat der Festgenommene offensichtlich alles, damit seine Bewährung widerrufen wird“, kommentiert die Bundespolizei nüchtern:  Das Amtsgericht Mönchengladbach verurteilte den Mann wegen Diebstahl, das AG Lüneburg wegen Sachbeschädigung und Diebstähle in zwei Fällen und das AG Bochum ebenfalls erneut wegen Diebstahl. Dort war die Geduld am 25. Januar 2017 zu Ende: Sicherungshaftbefehl. Und heute Morgen klickten denn die Handschellen.

Fall 2 – Sozialstunden, nein danke:

Bereits am Dienstag nahmen Bundespolizisten einen 32-jährigen Mann im Dortmunder Hauptbahnhof fest, der 2016 wegen Diebstählen und Schwarzfahrerei vom Dortmunder Amtsgericht zu zweijähriger Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Einzige Auflage, 80 Stunden gemeinnützige Arbeit. „Darauf hatte der 32-Jährige offensichtlich keinen Bock und tauchte unter“, so der Polizeisprecher.  Das Gericht schrieb ihn daraufhin zur Festnahme aus. Er wurde dem Amtsgericht in Dortmund zugeführt.

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