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Roland Schäfer bleibt Bürgermeister – Erstmals eine Frau an der Spitze der Westf. Sparkassen

Die Chancen standen 1 zu 2 – Roland Schäfer ist unterlegen. Bergkamens Bürgermeister bleibt seiner Stadt als Verwaltungschef erhalten, denn die Wahl zum neuen Sparkassenverbandspräsidenten Westfalen-Lippe hat eine Frau gewonnen: Prof. Dr. Liane Buchholz.

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Mit der 51-jährigen Finanzmarktexpertin (Bild oben: Sparkassenverband Westfalen-Lippe) – aktuell Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) in Berlin – steht erstmals eine Frau an der Spitze der 67 Sparkassen in Westfalen-Lippe. Sie wurde von der Verbandsversammlung heute Mittag in Münster gleich im ersten Wahlgang gewählt.

Wie berichtet, hatte der 67jährige Roland Schäfer seinen Hut in den Ring geworfen, um die Nachfolge des scheidenden Verbandspräsidenten des SVWL, Rolf Gerlach (63), anzutreten. Aber Schäfer trat eben nicht außer Konkurrenz für den begehrten Posten an. Er bekam 48 Stimmen.

Die Mehrheit der Verbandsversammlung des SVWL hat sich für Frau Prof. Dr. Liane Buchholz als neue Präsidentin entschieden“, gab die Stadt Bergkamen denn am  heutigen Mittag beim Feststehen des Wahlergebnisses kurz bekannt. „Roland Schäfer wird somit weiterhin sein Wahlamt als Bürgermeister der Stadt Bergkamen sowie seine weiteren Funktionen ausüben.“

Neben Schäfer und Prof. Buchholz hatte noch Markus Schabel (50), Vorstandvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost, kandidiert. Er war u. a. von der CDU ins Rennen geschickt worden, Roland Schäfer ist bekanntlich SPD-Mann. Wie die Westfälischen Nachrichten (WN online) berichten, ging der Gerlach-Nachfolge ein monatelanges Tauziehen voraus.

Denn eine mit Sparkassen- und kommunalen Vertretern besetzte Findungskommission schlug zwar zunächst mehrheitlich Professorin Dr. Buchholz vor; doch schon im Verwaltungsrat sei es zur Machtprobe gekommen, da dort als weitere Kandidaten Roland Schäfer, Markus Schabel sowie der CDU-Landrat des Kreises Gütersloh, Dr. Sven-Georg Adenauer, vorgeschlagen wurden. Buchholz erhielt in diesem Gremium am Ende ganz knapp nur 10 von 19 Stimmen; Schabel bekam 4, Adenauer 2 Stimmen und Schäfer eine. Adenauer zog später seine Kandidatur wieder zurück.

 

Kommentare (5)

  • luenne

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    Finde ich gut.

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  • Hanno

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    Bravo. Hat die Kompetenz gesiegt und nicht das Parteibuch !!!

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  • axel

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    hab wohl was nicht richtig verstanden. wenn drei personen zur wahl stehen, steht die chance dann nicht drei zu eins ?

    herr schaefer hat 48 stimmen von 67 sparkassen erhalten, waere er dann nicht gewaehlt ? oder wieviele stimmberechtigte nahmen an der verbandsversammlung teil ?

    frau prof. dr. buchholz erhielt nur ganz knapp 10 von 19 stimmen in der findungskommission. fuer mich ist das die absolute mehrheit.

    fragen ueber fragen.

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    • Silvia Rinke

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      Du hast Recht mit deinen Anmerkungen, axel, wenn Schreiber mit Zahlen hantieren sollen, wird es schnell kritisch – zumindest bei mir. Also, die Quelle für die Infos sind die Westfälischen Nachrichten, ich werde das nochmal nachchecken – sieh es uns nach, dass an solchen Tagen mal einiges auch suboptimal laufen kann.Wobei – 1 zu 2 stimmt: 1 zu 1 wäre ein Konkurrent gewesen, 1 zu 2 sind 2 Konkurrenten. 😉

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  • Wierumer

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     „Markus Schabel war u. a. von der CDU ins Rennen geschickt worden, Roland Schäfer ist bekanntlich SPD-Mann.“  Abgesehen davon dass ein 67jähriger Bürgermeister überhaupt Interesse an dem Amt zeigt und seine Bewerbung abgibt bekomme einen Brechreiz wenn ich lese dass solche Posten nach Parteibuch besetzt werden sollen. Offensichtlich hat in diesem Fall sich dann doch eine entsprechende Qualifikation unabhängig vom Parteibuch durchgesetzt.

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