Rundblick-Unna » Behinderte Kinder mit Gurten an Sitze gefesselt: Busunternehmer darf trotzdem weiter Schüler fahren

Behinderte Kinder mit Gurten an Sitze gefesselt: Busunternehmer darf trotzdem weiter Schüler fahren

Mit Spanngurten wurde behinderte Kinder an ihre Sitze gefesselt, regelrecht eingeschnürt. Trotzdem darf das Busunternehmen im Auftrag der Stadt Dortmund weiter Förderschulkinder transportieren.

Wie die Dortmunder Ruhr Nachrichten am Abend vermeldeten, reagierte die Stadt auf den Skandal lediglich mit einer Abmahnung. Die Begründung: Nach intensiver Prüfung des Sachverhalts seien alle Missstände durch das Unternehmen beseitigt worden.

Wie vor vier Wochen auf Rundblick berichtet, hatte die Polizei das Busunternehmen am 6. und 7. 11. überprüft und dabei Haarsträubendes entdeckt: Einfache Packgurte – Spanngurte – ersetzten die vorgeschriebenen Sicherheitsgurte. Der Fahrer hatte mit diesen simplen Gurten wiederholt insgesamt 17 Kinder regelrecht an ihren Sitzen festgezurrt.

Gegen diesen Busfahrer, eine Begleitperson und das Unternehmen ermittelt die Polizei wegen Freiheitsberaubung und Misshandlung Schutzbefohlener. Diese Untersuchungen laufen noch. Schüler transportieren darf der Busunternehmer trotzdem weiter.

 

Kommentieren