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Bedrohlicher Neonazi-Aufmarsch vor Evinger Flüchtlingsunterkunft: Polizei mobilisiert 200 Einsatzkräfte – 13 Festnahmen

Unheimliche und bedrohliche Szenen spielten sich am gestrigen Abend vor einer Flüchtlingsunterkunft in Dortmund-Eving ab. Mindestens 20 Rechtsextreme marschierten gegen 21 Uhr teilweise vermummt vor der Einrichtung auf. Einige trugen Fackeln. Sie schrien ausländerfeindliche Parolen und zündeten vereinzelt Pyrotechnik, meldeten Zeugen der Polizei. Diese aktivierte in kürzester Zeit 200 Einsatzkräfte. Als diese an der Flüchtlingsunterkunft ankamen, waren die Neonazis bereits geflüchtet; vereinzelt lagen Fackeln auf dem Gehweg und kündeten von dem unheilvollen Aufmarsch.

Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen nahm die Polizei 13 Angehörige der rechtsextremen Szene noch im Nahbereich fest. Ihnen wird Landfriedenbruch und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen, da der Aufmarsch nicht angekündigt war. Vor Ort wurden zahlreiche Beweismittel gesichert: darunter die aufgefundenen Fackeln, die Mobiltelefone der Rechtsextremisten sowie deren Bekleidung. Mehrere Zeugen gaben ihre Aussagen zu Protokoll. Die 13 festgenommenen Neonazis wurden „erkennungsdienstlich behandelt und vernommen“.

Eine zwischenzeitlich eingerichtete Ermittlungskommission der Dortmunder Polizei arbeitet derzeit auf Hochtouren. Dazu gehören auch weitere Spuren sichernde Maßnahmen im Nahbereich der Flüchtlingsunterkunft. Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange zeigt sich entschlossen: „Wir tun alles, was uns möglich ist, um diese unerträglichen Provokationen und Einschüchterungen der Rechtsextremisten zu stoppen. Gerade die aus ihren Heimatländern vor Not und Elend geflüchteten Menschen bedürfen unseres besonderen Schutzes!“

Kommentare (1)

  • Franz

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    Weg mit dem Nazipack aus Dortmund und Deutschland.
    Können ja nach Weissrussland gehen da gibt’s nen Führer.

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