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Baustart für Glasfaser in Kessebüren

Bevor Kessebüren "on" geht, braucht es erst einmal reichlich Offline-Arbeit. Foto: Stadtwerke Unna

Bevor Kessebüren „on“ geht, braucht es erst einmal reichlich Offline-Arbeit. Foto: Stadtwerke Unna

Das Ende des lahmen Internets in Kessebüren ist in Sicht. Und die Zukunft beginnt in diesem Fall mit einem Loch: In dieser Woche begann unauffällig und völlig unspektakulär die Baustelle: Ein Tiefbauunternehmen grub am Ende der Heinrich-Hertz-Straße, ganz in der Nähe der Stadtwerke das erste Loch für die Glasfaser-Straße. Karsten Pfützner, Leiter der Nachrichtentechnik der Stadtwerke hofft, dass die Lichtwellenstrecke bis Kessebüren fertig ist.

Gleichzeitig investiert Helinet in das Netzwerk. Auf dem Gelände der Stadtwerke Unna rüsten die Mitarbeiter den Vermittlungsknoten auf, im Dorf Kessebüren muss die Verteiltechnik bis in die Häuser aufgebaut werden. Im Sommer 2014 sollen die Kessebürener dann mit Glasfasertechnik surfen. Ein Wunsch, den die Dörfler mehrmals auf Informationsveranstaltungen untermauert haben.

Ruckzuck 120 Vorverträge zusammen

Ortsvorsteher Gerd Heckmann und seine Mitstreiter hatten die nötigen Vorverträge für die Investition gesammelt. Schon im Juli übergab Heckmann den Stapel an Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Schäpermeier und HeLi NET-Vertreter Klaus Tibbe. Mindestens 120 Vorverträge waren die Grenze, um die Investitionen für Kessebüren zu rechtfertigen.

Die Stadtwerke Unna ziehen eine Glasfaser-Verbindung bis ins Dorf, HeLi NET sorgt für die nötige Technik und die Providerangebote von Telefon bis hin zum VDSL-Internet. Die Datenanbindung von Kessebüren hat für die Stadtwerke Unna Modellcharakter für die Versorgung des ländlichen Raumes. Es dürfe keine „digitale Spaltung“ zwischen dem breitbandversorgten Zentrum und Unnas Dörfern geben, sagt Schäpermeier.

50 Mbits statt lahmes Internet

Die Mitnahme der Telefonnummern ist problemlos möglich, selbst T-Online-Mailadressen können weiter genutzt werden. Den Breitbandanschluss nur für das Telefon zu nutzen ist natürlich möglich, mehrere Rufnummern sind kein Problem. Verbindungsgeräte wie etwa Router können natürlich direkt bestellt werden, wenn die bisherige Technik nicht reicht. Und der Anschluss bietet bis zu 50 Mbits – das Hundertfache dessen, was bisher in Kessebüren an Datentransfer möglich ist.

Telekom macht den Weg frei

Guten Tag, wir sind von den Stadtwerken Unna und bringen das Internet nach Kessebüren.

Guten Tag, wir sind von den Stadtwerken und bringen das Internet.

Bei der Gemeinschaftsinitiative von Stadtwerken Unna und HeLi Net konnte auch die Telekom, die bisher das Fast-Monopol im Dorf hatte, nicht mithalten. Telekom hatte mindestens 150 Vorverträge für einen Glasfaseranschluss als Hürde gesetzt.

Sie machte jetzt den Weg frei: „Wir haben nun die offizielle Bestätigung der Deutschen Telekom AG für den KVZ-Überbau in Unna-Kessebüren erhalten, so dass wir aus unserer Sicht formal gesichert den Ausbau beginnen können. Nun können wir dieses wichtige Pilotprojekt endlich in die Umsetzungsphase überführen“, sagt Karsten Pfützner. „Nach derzeitigem Stand planen wir die technische Fertigstellung für April 2014 und die Aufschaltung der ersten Kunden für Juni 2014.“

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