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Bahnhof Königsborn nach Automatensprengung gesperrt

Dröhnende Knallgeräusche aus Richtung Königsborner Bahnhof schreckten Samstagfrüh gegen 2 Uhr Anwohner aus der Nachtruhe. Zwei Stunden später knallte es abermals. Tatsächlich hatte das Getöse einen kriminellen Hintergrund: Unbekannte hatten versucht, einen Fahrkartenautomaten zu sprengen. Das missriet, richtete aber Sachschaden an und hatte am Samstagnachmittag eine Sperrung des Bahnhofs zur Folge.

Wie die Leitstelle der Bundespolizei Dortmund am Sonntagvormittag gegenüber unserer Redaktion bestätigte, gingen die Täter mit einem Sprengstoffgemisch zu Werk. „Beim Versuch, den betreffenende Automaten gegen 2 Uhr früh zu sprengen, kam es zu einer lauten Explosion“, bestätigte uns ein Sprecher, der den Vorgang am Sonntag zunächst nur rudimentär wiedergeben konnte. Danach sei es den Tätern zumindest nicht gelungen, den Automaten zu knacken und an das begehrte Bargeld zu gelangen.

„Das Display zersplitterte, der Automat wurde beschädigt, hielt der Explosion aber stand“, berichtet der Bundespolizist.

Nachdem am Samstagmittag das Ausmaß der  Bescherung entdeckt worden war, rückten Techniker  und Entschärfer an. Diese untersuchten das Bahnhofsgelände eingehend nach möglichen weiteren Sprengstoffdepots. Dazu wurde der Bahnhof am Nachmittag für eine knappe Stunde gesperrt. 7 Züge hatten laut des Bundespolizeisprechers Verspätungen.

Weiterer Sprengstoff wurde zum Glück nicht gefunden.

UPDATE – Ein Folgebericht der Bundespolizei vom Montag.

Mit Automatensprenungen bekommen es Bundespolizei und Bahn immer häufiger zu tun, der Schaden summiert sich inzwischen auf hohe Summen (nachzulesen z. B. HIER )

In Dortmund-Scharnhorst hatte eine Automatensprenung vor Kurzem fatale Folgen: Es gab einen Toten. Hier der Bericht.

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