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Autofahrer (82) erfasst Radler (81) am Kreishauskreisel

Der aus Sicherheitsgründen auf Einspurigkeit verengte Unnaer Kreishauskreisel bleibt weiterhin riskant. Heute Vormittag verunglückte an dem berüchtigten Verkehrsknotenpunkt zwischen Innenstadt und Königsborn ein 81 jähriger Radfahrer   Er wurde – auf dem Radweg die Fahrbahn vor dem Kreisel querend – vom BMW eines 82 jährigen Unnaers erfasst.

Wie die Polizei meldet, wollte der Autofahrer zum Unfallzeitpunkt gegen 11 Uhr von der Kantstraße in den Kreisverkehr einfahren. (Unser Archivbild zeigt die Stelle.) Von links von der Hansastraße kommend überquerte gerade der andere Senior auf seinem Rad die Kantstraße, dazu benutzte er vorschriftsmäßig den Radweg. Doch der BMW-Fahrer sah ihn trotzdem zu spät.

Durch den Zusammenstoß stürzte der Radler und verletzte sich. Er wurde nach der ersten Versorgung in einem Rettungswagen vor Ort ins Krankenhaus gebracht. Seine Verletzungen sind nach jetzigem Kenntnisstand zum Glück nicht lebensgefährlich.

Die Entscheidung, den ehemals zweispurig angelegten Kreishauskreisel dauerhaft zu kastrieren, fiel im Mai vor 2 Jahren. Die Häufigkeit schwerer Unfälle sank zunächst rapide, stieg im vorigen Jahr allerdings wieder leicht an.

http://rundblick-unna.de/es-bleibt-dabei-kreishaus-kreisel-dauerhaft-nur-noch-einspurig/

 

 

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

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    Ich halte das mal für einen unglücklichen Zufall. Dem älteren Herrn wünsche ich alles Gute und gönne ihm, daß er noch so einige Jahre weiterhin Fahrrad fahren kann.

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  • Silvia Rinke

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    Miguel Santana
    Kommt unter anderem auch davon, wenn man es erlaubt gegen die Fahrtrichtung zu fahren.

    Helmut Brune Ich halte das mal für einen unglücklichen Zufall. Dem älteren Herrn wünsche ich alles Gute und gönne ihm, daß er noch so einige Jahre weiterhin Fahrrad fahren kann.

    Oliver Gerke
    Nein, dass ist kein unglücklicher Zufall, wenn man sich die Autofahrer in Unna und Umgebung anschaut. Freue mich jetzt schon, dass ich in 10 Minuten wieder über die Morgenstraße fahren darf. Der Teil, wo der Radweg baulich nicht von der Straße getrennt ist, ist immer ein großer Spaß.
    Noch mehr Spaß macht dann die Uhlandstr/Hellweg und die Bergische Straße, die aufgrund von Straßenschäden es erfordern, dass man mittig und kleine Schlangenlinien fährt.
    Wenn ein Autofahrer dann nicht sicher überholen kann, muss er es

    Helmut Brune Oliver Gerke So oft bin ich nicht mehr in Unna, daß ich mir das ansehen könnte. Ohne Überheblich sein zu wollen, bin ich doch der Meinung, daß das hier in Holland irgendwie Besser klappt.

    Sven Jensen Davon können Sie sicherlich ausgehen, Herr Brune. Aber vielleicht können Sie uns kurz sagen, wie das Verhalten am Zebrastreifen in den Niederlanden gehalten wird. Hier muss lt. StVO ein Radfahrer bei der Benutzung eines Fussgängerüberweges von seinem Rad absteigen und schieben. Macht hier aber in den seltensten Fällen jemand.

    Helmut Brune Bei uns sind an Kreiseln Radfahrer und Autos gleichgestellt. Wenn ein Radfahrer die Straße überquert, muß der Autofahrer warten.

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  • M.B.

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    Radwege, Zebrastreifen und Straßenbahnen haben in Kreisverkehren nichts zu suchen. Punkt.
    Durch diese wird der Sinn und Vorteil eines Kreisverkehres konterkariert und Fußgänger und Radler gefährdet.
    Der Gipfel der Gefährdung und Sinnlosigkeit ist ein Kreisverkehr in Duisburg: Vor den Einfahrten Zebrastreifen, innenrum ein Radweg und ein Bürgersteig(Schild: Radler von beiden Seiten und haben Vorrang) und innen kreuzt eine Bahnlinie mit Vorrang.
    Ich möchte gerne deutsche Verkehrs- und Stadtplaner mal bei Wasser und Brot auf eine mittelgroße Kreiselinsel in England setzen. Mit Kette und Kugel. Nach einer Woche müßten die mir das Prinzip eines Kreisverkehres erklären. Vermutlich würden sich dann mehrere Wochen aneinanderreihen, bevor sie das kapiert haben.
    Sinn eines Kreisverkehres ist es, trotz Kreuzung mehrerer Straßen einen fließenden Verkehr beizubehalten. Das geht nur, wenn der Autofahrer nicht oder nur ganz kurz halten muß und auf keinen Fall darf er nach zwei Seiten absichern müssen. Der Kreisverkehr muß übersichtlich sein, damit man schon vor der Einfahrt seine Geschwindigkeit anpassen und eine Lücke finden kann.
    Aber in Deutschland wurde ja selbst das Blinken im Kreisel abgeschafft, weil nur wenige geschnallt haben, den Kreisel wie jede andere Kreuzung zu „beblinken“.

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