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Ausgezeichnet: Werkstatt-Kolleg ist eine weitere „Schule mit Courage“

Unna hat eine weitere ausgewiesene Schule mit Courage. Das junge Werkstatt-Berufskolleg wurde heute Mittag mit dem Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. 3 Paten unterstützten die Schüler: Christa Buß; Martin Böcker, Superintendent Ev. Kirchenkreis; und Perkussionskünstler Joseph Mahame.

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„Der respektvolle einander anerkennende Umgang will gelernt und gelebt werden“, sagte Schulleiter Dieter Schulze beim heutigen Festakt. „Die Auszeichnung ist vor allem ein Verdienst der Schüler. Ich bin froh, dass wir hier täglich die Verantwortung für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Rassismus einsetzen.“

In ihrer Pressemitteilung schreibt die Werkstatt:

„Das Werkstatt-Berufskolleg ist eine von knapp 30 Schulen im Kreis Unna, die ausgezeichnet sind. Für die Schule ohne Rassismus engagieren sich Schüler wie Lehrkräfte des Werkstatt Berufskollegs. Von den 499 Schülern sind 160 Flüchtlinge. Sie kommen aus 19 Ländern – die meisten aus Syrien, Eritrea, Irak, Afghanistan und Guinea. Nach Krieg, Not und Flucht brauchen die Jugendlichen Hilfe und das Gefühl von Sicherheit. Am Werkstatt-Berufskolleg lernen sie nicht nur die deutsche Sprache und Kultur kennen, sondern erleben auch ein Miteinander durch Aktionen. Gemeinsam gestalteten die Schüler die Pausenhalle: Farbige Schattenbilder, Symbole aller Religionen und ein Zitat zieren die Wände. Bei einem Sponsorenlauf drehten 60 Schüler für Toleranz ihre Runden. Ebenso zeigt sich die Vielfalt und Gemeinsamkeit auch beim Musizieren und Kochen“

Dieses Jahr zeichnete die Initiative „Das macht Schule“ das Werkstatt-Berufskolleg bereits für seine Willkommenskultur aus.

Dem größten Schulnetzwerk in Deutschland gehören inzwischen mehr als 1.500 Schulen an. Entstanden ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ jedoch in Belgien. Dort schlossen sich 1988 Schülerinnen und Schüler, Pädagogen und weitere Akteure zusammen und gründeten „Ecoles sans Racisme“, um dem Erstarken des rassistischen „Vlaams Blok“ ihr Engagement entgegenzusetzen. Der Titel sei kein Preis oder ein Siegel, sondern eine Aufgabe, betonte Sevgi Kahraman-Brust vom Kommunalen Integrationszentrum bei der Übergabe der Urkunde. Und die müsse täglich neu erfüllt werden.

 

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