Rundblick-Unna » Ausgesperrt mit Baken, Kanalrohren, Findlingen – Heimische Tuner appellieren für ein bisschen mehr Verständnis

Ausgesperrt mit Baken, Kanalrohren, Findlingen – Heimische Tuner appellieren für ein bisschen mehr Verständnis

Wenn bald wieder Karfreitag naht, können sich die heimischen Autofreaks in Unna vermutlich zum dritten Mal auf einen gesperrten Aldiparkplatz einstellen.
Zweimal schon riegelte die Stadt die zentrale Fläche am Beethovenring / Weberstraße über die Ostertage mit Sperrbaken ab, um zu vermeiden, dass sich dort am „Carfriday“ die Autoszene sammelt. Gemeint sind „Ringraser“ wie auch junge Tuner. Die Anwohner fühlen sich laut Stadt von Autobesitzerversammlungen auf solchen zentralen Innenstadtplätzen einfach zu sehr gestört, begründete die Stadt ihre letzt- und vorjährigen Sperrmaßnahmen.
Aldi Parkplatz Weberstr geperrt
Die heimische Tuner-Szene fühlt sich zunehmend verdrängt und zu Unrecht an den Pranger gestellt. Mitte Februar wurde die Zeche Ewald in Herten, Treffpunkt Nummer 1 der jungen Autofreaks, dicht gemacht. „Es hieß, wir würden da stören, wenn wir an der Zeche Fotos machen oder uns einfach treffen“, klagt eine tuning-begeisterte junge Frau aus Unna über die massiven Maßnahmen gegen die Tunerszene.
„Das Gelände wurde mit Split gefüllten Kanalrohren und Findlingen gesperrt. Die Zeche wird kein Treffpunkt mehr sein. Das Phönix West Gelände wurde uns auch schon genommen… Es ist traurig, dass wir wie Schwerkriminelle behandelt werden.“

tuner
Die junge Frau spricht für die allgemeine Tuner-Szene,  Dortmund, Unna, Märkischer Kreis. „Wir haben alle dieselbe Leidenschaft, und das sind Autos. Wir treffen uns, um uns darüber auszutauschen und gegen Markenhass einfach offen zu sein.“
 Gegen Markenhass
Viele der Treffen haben sozialen Charakter: Im vergangenen Jahr sammelten die „MK Ridez“ für ein Kinderhospiz, die „Asphaltblitze Cologne“ engagierten sich mit einem Treffen für den Verein Zartbitter gegen Kindesmisshandlung. „Wir treffen uns, um uns über unsere Leidenschaft auszutauschen. Und das eben oft noch für den guten Zweck“, fasst die Tuningbegeisterte aus Unna zusammen. „Allerdings haben wir keine Rückzugsorte, weil wir ja so störend sind.“
Klar, gibt sie zu: „Es  fahren manche Rennen und übertreiben es. Aber das ist nicht die Mehrheit.“ Wie überall gebe es auch in der Tunerszene schwarze Schafe. „Aber es sind nicht alle so.“
Was sich die autobegeisterte junge Frau und ihre Mitbegeisterten mit ihrem Appell erhofft: Ein bisschen Verständnis und Differenzierung – längst nicht jeder Tuner rast, und längst nicht jeder Raser ist ein Tuner. „Wir sind wirklich nicht alle so.“

Autotuner 2

Kommentare (29)

  • Jens Jonker via Facebook

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    weil ein paar idioten sich nicht benehmen können müssen alle leiden,ist doch immer so, egal um was es sich handelt. phönixsee dortmund für die szene dicht,,ewald für die szene dicht..ausser die youngtimer festivals ,die dürfen immer statt finden…….

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  • Markus Berghoff via Facebook

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    Es gibt Leute die treffen sich zum Fußball, andere am Hundeplatz und wiederum andere veredeln ihre Autos… bei jedem Hobby gibt es schwarze Schafe!!! Hundehalter die sich nicht um die Hinterlassenschaften kümmern, prügelnde Fans, rasende Tuner… soll denn alles verboten werden??? Gibt ja auch noch US Car Treffen oder Oldtimer Treffen… bei denen es immer ruhig und gelassen zugeht… und wenn andere meckern was ein Lärm sage ich welch tolle Musik ein V8 macht!!! Man sollte sich lieber freuen wenn Menschen sich für etwas begeistern und ihnen den Raum dafür geben sich auszutauschen

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  • Tina Martin via Facebook

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    unmöglich finde ich sowas…finde es echt scheisse das die tuner sich nicht mehr hinstellen können wo sie wollen…die tun doch nichts ausser sich über die tunnigworld zu unterhalten,also ich bin dafür das die tunner ein speziellen platz bekommen wo sie sich hinstellen könnnen wo sie wollen.

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  • Tina Martin via Facebook

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  • Brit Ta via Facebook

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    Man war vor 15 Jahren schon auf der „roten Liste“ der Polizei wenn man ein getuntes Auto hatte. („Gruß“ an Herrn Landwehr 😈)….
    Völlig übertrieben, gibt wichtigeres um das die Polizei sich kümmern sollte…

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  • Jana Ko via Facebook

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    Am besten einen Platz ganz weit abgelegen. Man kann sich ja austauschen, wenn dann aber irgendwelche hirnlosen, unmenschlichen und respektlosen ‚Menschen‘ da stehen, rumschreien, mit dem Gas rumspielen, laute Musik hören und hupen, das ist nicht mehr normal. Zumindest nicht spät abends in der Woche. Ich weiß auch nicht was die zu tun haben, aber es gibt noch Menschen die am nächsten Tag früh aufstehen müssen um arbeiten zu gehen.

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    • Tinchen Jucka via Facebook

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      Das Problem ist ja, dass sofort alle, die was an ihrem Auto gemacht haben, als solche abgestempelt werden. 😑

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    • Jana Ko via Facebook

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      Nicht unbedingt. Aber die auf dem Aldi Parkplatz übertreiben es echt. Jeder kann an seinem Auto machen was er will, aber man muss auch mal auf andere Menschen Rücksicht nehmen. Und das was die da veranstalten ist mehr als rücksichtslos, da es seit Monaten so gut wie jeden Tag so geht.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    „Das ist unsere Kampagne“, schreiben uns die jungen Autofreunde, „wir arbeiten zusammen mit den MK Ridez (Märkischer Kreis) , Tuningliebe vs. Markenhass (aus Dortmund) und die Truppe Tune Day Eifel, die bald als eingetragener Verein „Tuning for social e.V.“ heißen wird.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Ein Fantreffen…

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  • Dennis Ke via Facebook

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    Wir haben einen Platz im Kreis Unna gefunden wo wir uns hinstellen können
    Dort sind keine Anwohner die sich beschweren können
    Trotzdem sind wir leise und bauen keine scheisse .
    Den Platz werde ich jetzt aber nicht preisgeben , sonst werden wir dort auch wieder verscheucht …..

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  • Tinchen Jucka via Facebook

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    Sehr schön geschrieben, herzlichen Dank nochmal! Ich hoffe es bringt auch was oder denkt den „schwarzen Schafen“ mal zu denken…

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  • Johni

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    Ihr habt alle ihrgend wo recht. Ich bin jetzt schon gut 27 Jahre dabei und seit dem verändere ich meine Autos und denke das wird sich auch so schnell nicht ändern. Habe reichlich kommen und gehen sehn, war auch schon Ende 80´Anfang 90`ger am Wall Dortmund und in Hagen Hohensyburg dabei. Es spiegelt sich immer wieder das ihrgend welche Vollidioten alles versauen. Das was sich im laufe der Zeit in meinen Augen geändert hat ist das die PS Leistung der Fahrzeuge wesentlich höher ist, man hatte sich ja schon über 120 PS gefreut heute passiert ja unter 200 PS fast nix mehr oder höher und was in meinen Augen verloren gegangen ist , ist der Respekt der Polize gegenüber, bin ja in meiner langen Autokarriere auch oft angehalten worden aber wenn alles tacko ist und man sich gegenseitig mit Respekt behandelt hab ich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Klar gibt es unter den Polizisten auch Schwarze Schafe genau wie über all aber sollange wir es nicht selbst ändern oder in die Hand nehmen sprich Raser ausgrenzen wird sich nichts ändern. In diesem Sinne der Johni

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    • Markus Berghoff via Facebook

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      Das ist wie überall das Problem… ein paar Idioten versauen den vernünftigen den Spaß und die Freude…

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Prima Appell, Johni, den sollten sich einige an die Windschutzscheibe tackern!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Prima Appell, Johni, den sollten sich einige an die Windschutzscheibe tackern!

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  • Oliver Musiol via Facebook

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    Lukas No Dominik Brune

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  • Burkhard

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    Seit über 35 Jahren schraube ich an Autos herum und es macht mir immer noch Spaß. Früher bin ich auch schon mal zu Tuningtreffen gefahren, das wurde mir aber auf Dauer zu blöd, da es schon immer Vollpfosten gab, die Autos anderer Marken sinnfrei zerstört haben, oder durch Burnouts in Anliegerstraßen unangenehm aufgefallen sind. Oder sich komplett besoffen haben und dann rumrandliert haben.

    Trotzdem kann ich es nachvollziehen wenn Leute mit den gleichen Interessen sich treffen und austauschen wollen.
    Warum macht sich die Stadt Unna das nicht zu nutze und bietet ein abgesperrte Areal (Industriegebiet ohne Anwohner) für ein Wochenende an. Aber dann sollten die sogenannten Ringraser auch mit aller Härte bestraft werden. Wer den öffentlichen Straßenverkehr mit dem Nürburgring verwechselt, dessen Eignung zum Führen eines Kfz muss angezweifelt werden. (Führerscheinentzug für min. 6 Monate)

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  • Kevin Rebbert via Facebook

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    Phillip Obermann Marcel Froese Jan Brock Jörn Kiesewalter Raphael Stöpp Steven Hakenesch

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