Rundblick-Unna » Auch „Mullbindenbankräuber“ noch flüchtig: Bürger kreieren eigenes Fahndungsplakat

Auch „Mullbindenbankräuber“ noch flüchtig: Bürger kreieren eigenes Fahndungsplakat

Neben dem ortseigenen Bankräuber (der am 19. 11. die Volksbank an der Hertingerstraße überfiel – Sachstand dazu heute vormittag auf Rundblick) ist auch ein Berufskollege des flüchtigen Täters noch flüchtig – der kuriose Fall in der Dortmund-Mengede machte vorige Woche unter dem Schlagwort „Mullbinden-Bankräuber“ Schlagzeilen, da der Täter seinen Kopf fast komplett mit – na, eben Mullbinden bandagiert hatte.  Er sah dadurch weniger furchteinflößend als vielmehr grotesk aus. In der Dortmunder Presse wurde er inzwischen „Mumienräuber“ getauft, die Bürger im betroffenen Stadtteil nennen ihn auch kurz „Die Mumie“.

Natürlich bleibt auch dieser Banküberfall bei aller Kuriosität und augenscheinlicher Komik ein Verbrechen, und der Täter wird entsprechend intensiv von der Polizei gesucht. Bürger des Stadtteils Mengede helfen eifrig dabei mit: Sie haben auf ihrer Facebook-Stadtteilseite ein eigenes Fahndungsplakat kreiert. Na, wenn das nicht zum Erfolg führt…

Ach ja, aufgrund einzelner Anfragen unserer Leser: Wie steht´s mit einer Belohnung bei Ergreifung? Nein, weder für den Unnaer Volksbankräuber noch für seinen vermummten – bzw. vermullten – Kollegen ist bisher Bares für zielführende Hinweise ausgesetzt. Sowas gab´s in diesem Jahr bisher nur einmal: Als ein pummeliger, mittelalter Mann unmaskiert am 10. 10. die National Bank an der Dortmunder Kampstraße überfiel und keine 1000 Euro Beute machte, setzte das Geldinstitut tatsächlich 1000 Euro für die Ergreifung des Täters aus. Dieses Geld konnte die Bank jedoch für sich behalten, da sich der Bankräuber keine 24 Stunden nach Veröffentlichung der entlarvenden Fotos freiwillig bei der Polizei stellte.

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