Rundblick-Unna » Auch im Stadtentwicklungsausschuss kein Wort zu Baumsturzopfer Uwe Müller

Auch im Stadtentwicklungsausschuss kein Wort zu Baumsturzopfer Uwe Müller

Nach dem Umwelt- hat sich heute Abend auch der Stadtentwicklungsausschuss mit dem Problem der „überalterten“ Kastanien an der Friedrich-Ebert-Straße befasst. Einer dieser Bäume, der vor dem Café Koch (Obere Husemannstraße), war im Sturm am 31. März umgestürzt und hatte einen Rollerfahrer unter sich begraben – Uwe Müller, Fahrer der Tafel Unna, auf der Heimfahrt von einem Tafel-Einsatz.

Ebenso wie am Montag im Umweltausschuss fiel auch heute im Gremium für Stadtentwicklung kein Wort über das Unfallopfer. Peinlich bedacht schienen Politik wie Verwaltung darauf zu sein, dem schwer Verletzten kein Gesicht und keinen Namen zu geben. Über das Unglück – aufgrund dessen der Zustand der bis zu 100 Jahre alten Kastanien überhaupt politisches Thema geworden war – fügte Ausschussvorsitzender Hans-Jürgen Scheideler lediglich den Satz an: „Es wird nie auszuschließen sein, dass es wieder zu einem Unfall kommen wird. Keiner hat diesen Baum auf dem Schirm gehabt.“

Über die Beschlüsse zum Thema Kastanien berichten wir am Donnerstag. „Vorsorglich“ gefällt werden sie nicht, darin herrscht Einigkeit.

Kein Wort der Anteilnahme jedenfalls weiterhin von der Stadt an das Opfer des Baumsturzes, Uwe Müller – an jenem Unglückstag als Fahrer für die Tafel Unna im Einsatz. Dieses Verhalten sorgt seit unserem Bericht von gestern für eine Welle der Entrüstung und des Unverständnisses bei mitfühlenden Bürgern – und für eine Woge der Anteilnahme für Uwe Müller: In der mitgliederstärksten Unnaer Facebookgruppe liefen auf unseren Bericht inzwischen über 100 Kommentare ein.

 

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