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Asylantrag abgelehnt: Flüchtling bedroht Gemeindemitarbeiterin in Howi mit Messer

Er werde diese Gemeindemitarbeitern umbringen, bevor er abgeschoben würde –  diese Drohung  soll der abgelehnte 22 jährige Asylbewerber am Dienstagabend in seiner Unterkunft in Holzwickede an der Massener Straße ausgestoßen haben.  Und er soll seine Drohung mit einem Küchenmesser unterstrichen haben. Ein besonnener Mitbewohner konne ihm das Messer abnehmen, ihn beruhigen – und die Gemeindeverwaltung informieren.

Dies tat dieser aufmerksame Zeuge am heutigen Mittwochmorgen. Er berichtete einem Mitarbeiter des Sozialen Dienstes der Gemeinde von dem Zwischenfall in der Unterkunft am Vorabend. Und dieser Gemeindemitarbeiter informierte sofort die Polizei.

Wenig später am Morgen tauchte der junge Flüchtling – der, so Polizeisprecherin Vera Howanietz auf unsere Nachfrage, aus Ägypten kommt – zu einem angeblichen Termin bei der Gemeinde an der Poststraße auf. Doch die Polizei erwartete den Zuwanderer bereits und nahm ihn vorläufig fest. Und wieder trug dieser ein Küchenmesser bei sich.

Der Flüchtling wird momentan (am Nachmittag) mit Hilfe eines Dolmetschers vernommen, sagte uns Polizeisprecherin Vera Howanietz auf Anfrage.

Die weiteren Ermittlungen zum Sachverhalt dauern derzeit an. Nach dem normalen Procedere wird der abgelehnte Asylbewerber nach dem Abschluss der Ermittlungen an die Ausländerbehörde überstellt, die die Rückführung ins Heimatland in die Wege leitet.

Wie das Onlineportal emscherblog weitergehend berichtet, hätte der junge Ägypter schon seit 2015 abgeschoben werden können. Warum das bisher nicht passiert sei, kann man sich bei der Gemeinde Holzwickede auch nicht erklären. Zuständig für Abschiebungen ist das Ausländeramt.

Die Gemeinde hofft jetzt, dass der Ägypter bis zu seiner Rückführung in Abschiebehaft bleibt.

Bürgermeisterin Ulrike Drossel kündigte gegenüber dem  emscherblog an, über mögliche Konsequenzen zu reden: Frühere Überlegungen, einen Sicherheitsdienst in die Betreuung der Flüchtlinge einzubinden, könnten jetzt wieder aktuell werden. Diesen gibt es bisher nicht. Die Bürgermeisterin räumt ein: „Nach meiner Wahrnehmung hat sich wegen der vielen abgelehnten Asylbescheide die Stimmung insgesamt schon etwas verändert.“

 

Kommentare (4)

  • Dagobert

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    Ein wundervolles Zitat: „Die Stimmung hat sich schon etwas verändert.“ !!!!! In NRW hat es bei der letzten Wahl einen „Rechtsruck“ gegeben. Die SPD nimmt in ihrem Wahlprogramm AfD-Ideen auf und betreibt selber den viel verpöhnten „Rechtspopulismus“:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article164628751/SPD-will-straffaellige-Auslaender-unverzueglich-abschieben.html
    Ich bin wirklich neugierig, wie es weitergeht. Könnte tatsächlich die Möglichkeit bestehen, dass Bewegung in die Politik kommt ?

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  • Luenne

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    Morddrohung und dann mit Waffe zum Termin erscheinen sollte doch wohl für Abschiebehaft reichen! Wenn der frei gelassen wird und was anstellt bitte direkt den Richter mit Anklagen !

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  • Wierumer

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    Sicher wird sich mit Hilfe eines Gutmenschen ein Richter finden dem diese Abschiebehaft zu lange und zu unmenschlich ist. Dann kann er weiter mit dem Küchenmesser in der Tasche durch Howi laufen. Kann mir aber schon jetzt ausdenken wie sich die Sachbearbeiterin fühlt bei ihrer Arbeit (sofern sie der überhaupt noch nachgehen kann) bis so ein Depp bei der Ausländerbehörde die seit 2015 fällige Ausweisung umsetzt.

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  • Wielangenoch

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    Bewegung in die Politik ? Denke nicht .Zur Wahlen taucht solche Meldung ab und zu auf. Bewegung ist für mich,wenn die Boote die Flüchtlinge vorm ertrinken retten ,wieder zur Küste zurückbringen.Damit nicht andere dazu ermutig werden,auf den gleichen gefährlichen Weg zu machen.NGO und ihre Helfer tragen aus meiner Sicht eine Verantwortung ,die zur Zeit den Flüchtenden nur eine kurze Hoffnung gibt.

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