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Arbeitslosigkeit steigt kreisweit um über 6 Prozent

Über 6 Prozent mehr Arbeitslose im Januar im Kreis Unna: 17.489 Menschen waren zium 31. 1. erwerbslos gemeldet, die Quote stieg von 7,9 auf 8,4 Prozent. Das habe aber triftige Gründe, relativiert Thomas Helm, Chef der zuständigen Arbeitsagentur Hamm. Hier die Pressemitteilung zur Januar-Arbeitslosigkeit:

„Aufgrund einer veränderten Rechtslage kümmert sich seit Jahresanfang ausschließlich die Agentur für Arbeit um Menschen, die sowohl Arbeitslosengeld als auch Arbeitslosengeld II beziehen (sogenannte „Aufstocker“). Das macht sich in der Statistik bemerkbar.
Außerdem: Auffällig war im Monatsvergleich auch die Zunahme in der Jugendarbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung. Nach der Ausbildung werden immer wieder junge Fachkräfte nicht übernommen. Das neue Fachkräftepotential hat aber gute Chancen, schnell eine neue berufliche Herausforderung am hiesigen Arbeitsmarkt zu finden.

Zu- und Abgänge aus dem ersten Arbeitsmarkt

Im Berichtsmonat meldeten sich 1.505 Personen auf dem ersten Arbeitsmarkt neu arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 453 Personen (43,1 Prozent) mehr. Im Vergleich zu Januar 2016 meldeten sich 68 Personen (-4,3 Prozent) weniger auf dem ersten Arbeitsmarkt neu arbeitslos.

Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 559 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Vor einem Monat waren es noch 240 Personen (-30,0 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 65 Personen (-10,4 Prozent) weniger, die den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt gefunden haben.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit stieg im gesamten Kreis Unna. Dabei war der prozentual stärkste Zuwachs in Selm (8,9 Prozent bzw. 75 auf 921). Danach folgen Werne (8,3 Prozent bzw. 79 auf 1.030), Lünen (6,6 Prozent bzw. 314 auf 5.082), Kamen (6,6 Prozent bzw. 125 auf 2.028), Bönen (6,4 Prozent bzw. 43 auf 712), Bergkamen (5,8 Prozent bzw. 150 auf 2.720), Schwerte (5,5 Prozent bzw. 83 auf 1.601), Unna (5,2 Prozent bzw. 106 auf 2.162), Fröndenberg (5,2 Prozent bzw. 33 auf 673) und Holzwickede (4,5 Prozent bzw. 24 auf 560).

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an Arbeitsstellen sank im Januar um zwei Stellen (-0,1 Prozent) auf 2.555. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 283 Arbeitsstellen (12,5 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 742 neue Arbeitsstellen. Vor zwölf Monaten wurden noch sechs Stellen mehr angeboten.“

– Zusatz der Redaktion: In die Arbeitslosenstatistik, zur Erinnerung, fließen bestimmte Zahlen nicht ein.

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Kommentare (2)

  • Dagobert

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    Ich hatte tatsächlich schon gedacht, dass die vielen Flüchtlingen, die jetzt Hartz IV beziehen, verantwortlich sein könnten. Dies hätte ja bedeutet, dass in Zukunft noch Schlimmeres auf uns zukommt.
    Zum Glück relativiert Herr Helm frühzeitig: Es sind nur jugendliche Fachkräfte, die sofort Arbeit finden werden und spätestens nach den Wahlen ist alles wieder gut.
    http://www.spd-kreis-unna.de/2015/09/in-einem-andauernden-strukturwandel-wie-schaffen-wir-eine-gruendungskultur-fuer-kamen-und-die-gesamte-region/
    Ist das eigentlich der gleiche Thomas Helm, der bei der SPD Vorträge hält ?

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  • Hanno

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    Die Regierung arbeitet mit Fake News !!!!!

    Um die Bürger in Beruhigung zu wiegen und ihre Arbeit besser darzustellen, als sie in Wirklichkeit ist.
    Vielen Dank an die Lügen GroKo

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