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Angriff in Unnaer City: Erste Beschreibung von junger Tätergruppe

Vier gegen einen. Nachdem am Montagabend nahe des Ev. Kirchplatzes in Unna eine Gruppe aggressiver Jugendlicher auf einen 46 Jährigen losging und den Mann sogar mit einem Messer bedrohte, liegen jetzt erste Beschreibungen der Tätergruppe vor – sie sind gleichwohl vage.

Bei der Unnaer Polizei gingen im Anschluss an die Berichterstattung mehrere Zeugenhinweise ein, berichtete uns Polizeisprecherin Ute Hellmann heute Nachmittag auf Nachfrage. Danach handelte es sich bei der aggressiven Gruppe, die den 46 Jährigen gegen 20.50 Uhr zunächst anpöbelte und dann noch mit einem Messer bedrohte, um 4 junge Männer / Heranwachsende im Alter von ca. 18 bis 19 Jahren. „Mindestens drei trugen Baseballkappen“, gibt Hellmann die Schilderung bisheriger Zeugen wieder.

Sie bestätigte auch eine weitere Schilderung einer Augenzeugin, die sich heute in unserer Redaktion meldete: die jungen Männer seien vom Aussehen her offenbar Südländer gewesen.

Alle vier ergriffen schleunigst die Flucht, als ihr angetrunkenes Opfer sich plötzlich wehrhaft zeigte und der Gruppe seinerseits drohend eine abgebrochene Flasche entgegenhielt. Dass zusätzlich Zeugen herbeieilten, tat sein Übriges, bekräftigt die Polizeisprecherin: „Angreifer sehen aus diese Weise, dass sich ihnen Widerstand entgegenstellt.“ In ihren Selbstbehauptungs- und Präventionskursen betonen die Experten der Polizei immer wieder: Täter suchen Opfer – keine Gegner.

Die 4 jungen Südländer seien, so Zeugen, anschließend durch die Fußgängerzone in Richtung Bahnhof gerannt. Ute Hellmann fügt noch die Information hinzu, dass die eingesetzten Polizeibeamten im Rahmen der Nahbereichsfahndung kurz darauf im Bereich des Stadtgartens/Ostring eine 8 köpfige Gruppe Jugendlicher / junger Erwachsener antraf. Die Polizisten überprüften die Personalien der 16- bis 19 Jährigen und befragte sie zu dem Vorfall, doch alle hätten beteuert, nichts mit dem Angriff auf den 46 Jährigen zu tun zu haben.

„Die Beweislage ist schwierig“, schließt Ute Hellmann.

Sie bittet darum, dass sich weitere Zeugen – vor allem wenn sie Fotos gemacht haben – möglichst zeitnah bei der Polizei in Unna melden. Rufnummer 02303 921 3120 oder 921 0.

Kommentare (2)

  • Dennis Bernhöft

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    Hätten wir Kameras auf den öffentlichen Plätzen hätte man wenigstens evtl. ein Bild von den Idioten. Es würde auch der Polizei um einiges helfen wenn man weiß wo die Täter hingehen. Es muss ja nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein aber ich finde es wird langsam mal Zeit. Es ist ja für unsere Sicherheit und für die Stadt um einfach mal die Idioten zu kriegen und nicht um andere zu beobachten. Du wirst heute in jedem Geschäft gefilmt.

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  • fürst

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    Das Ergebnis der wahrscheinlich netten Befragung, wohl als Ermittlungsverfahren, verwundert mich nicht.

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