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UPDATE: Schreck nach Brand im Katharinen-Hospital

Der Technikraum zwischen CT und MRT im Katharinen-Hospital Unna ist nicht mehr zu nutzen. Foto: Tobias Kestin

Der Technikraum zwischen CT und MRT ist nicht mehr zu nutzen. Foto: Tobias Kestin

Update: Als morgens um 6.16  Uhr das Handy von Geschäftsführer Klaus Bathen klingelte, war erst einmal nicht beunruhigt. Die Brandmelde-Anlage an seinem Katharinen-Hospital hatte angeschlagen, er erhielt die standardisierte Meldung per Telefon und Handy. Mal wieder, der Brandmelder schlägt öfters mal an. Auch kleinere Brände gab es schon mal im Haus. Toaster, Kaffeemaschine, auch mal ein Adventskranz. Der Brand am Donnerstagmorgen war irgendwie nicht zu erwarten.

Das es ernst ist, zeigte sich Bathen, als er am Krankenhaus ankam. „Die ganze Innenstadt war abgesperrt, ich kam nicht zum Krankenhaus“, sagt Bathen. Den ersten Polizisten, denen er sich als Geschäftsführer vorstellte, ließen ihn erst nicht durch, erst an der zweiten Absperrung durfte er vorbei.

Am Krankenhaus erhielt er die ersten Informationen: „Aktueller Stand der Dinge ist, dass eine Reinigungskraft den Raum verlassen hatte und auf einmal ein Ploppen hörte.“ Als sie zurückkehrte, sah sie, dass der Magnetresonanztomograph brannte. Die Brandmeldeanlage hat sofort reagiert und die Feuerwehr alarmierte, die mit 33 Mann aus drei Löschzügen zum Katharinen-Hospital eilte. Es gab eine Verpuffung im MRT-Raum.

Durch den Brand brach auch die Tür zum Technikraum auf, in dem es aber nicht mehr gebrannt hat.“Trotzdem ist der Raum nicht mehr zu nutzen“, sagt Bathen. Alles ist schwarz, der Boden lässt sich nur mit Überziehern betreten. Auch der Computertomograph des Krankenhauses, der links neben dem Technikraum ist, lässt sich derzeit nicht benutzen. Das Gerät ist komplett mit Ruß überzogen, ob eine Reparatur möglich ist, steht noch nicht fest.

Der Brand selbst war für die Feuerwehr nicht sehr aufwändig: Nach der Alarmierung um 6.16 Uhr, begannen die Löscharbeiten gegen 6.20 Uhr. Gegen 9 Uhr war der Einsatz beendet, auch weitere Brandnester wurden nicht gefunden.

Katharinen-Hospital und Feuerwehr bilden Krisenstab

Gleichzeitig bildete das Katharinen-Hospital einen Krisenstab aus Mitarbeitern des Hospitals und der Feuerwehr. Sie haben die nötigen Maßnahmen eingeleitet, verlegten die Ambulanz in Räume, die nicht verraucht riechen. Auch meldete sich das KK aus der Leitstelle der Feuerwehr ab – kein Rettungswagen konnte das Krankenhaus anfahren. „Nach und nach melden wir die Abteilungen wieder an“, sagt Bathen. Gegen 14 Uhr war noch nicht das komplette Krankenhaus wieder einsatzbereit. „Die Feuerwehr hat hervorragende Arbeit geleistet“, lobt Geschäftsführer Klaus Bathen den Einsatz der Rettungskräfte.

 

Ursprungsmeldung: Ein Brand am heutigen Morgen schränkt derzeit den Betrieb am Katharinen-Hospital Unna ein. Nachdem Feuer im Erdgeschoss müssen die Mitarbeiter etwa die Ambulanz in andere Bereiche des Krankenhauses auslagern, da wegen dem Rauch kein regulärer Betrieb möglich ist. Derzeit läuft der Betrieb eher provisorisch, Krankenwagen fahren die Klinik in der Stadtmitte derzeit auch nicht an. Auch die Radiologie, in der der Brand ausbrach, ist derzeit nicht nutzbar, heißt es aus dem Krankenhaus.

Die Feuerwehr wurde am Donnerstagmorgen um 6.16 Uhr alarmiert, vier Minuten später waren 33 Feuerwehrleute aus drei Löschzügen vor Ort. Sie mussten einen Schwelbrand nach leichter Durchzündung zwischen dem CT und MRT löschen – ein offenes Feuer gab es nicht. Die Feuerwehr hat kein Wasser benutzt, um die Anlagen zu schone. „Es war ein guter Einsatz, der schnell ablief“, lobt Stadtsprecher Oliver Böer. Bei der Durchzündung waren weder Mitarbeiter noch Patienten in der Radiologie, der Feuerwehreinsatz endete ohne Verletzte.

Dass die Geräte beschädigt worden sind, gilt derzeit als sicher, das Katharinen-Hospital kann noch keine Aussage über die Schadenshöhe machen.

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