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Am Flughafen erwischt – Chef erspart Arbeitnehmer 35 Tage hinter Gitter

Die eine kam aus Bukarest, der andere wollte dorthin. Gegen beide Rumänen bestanden Haftbefehle. Beide konnten sich von der Haft freikaufen – der eine mit freundlicher Unterstützung seines Chefs.

Einsatzkräfte der Bundespolizei konnten am Donnerstagmorgen 2.000 Euro am Dortmunder Flughafen einnehmen. Sie kontrollierten sie eine 28-jährige Rumänin, die mit einem Flug aus Bukarest einreisen wollte. Gegen sie lag ein Haftbefehl vor: Wegen Diebstahls hatte sie das Amtsgericht Aschaffenburg bereits im September 2014 (!) zu 670 Euro Geldstrafe verurteilt.

„Offensichtlich konnte sich die 28-Jährige bislang erfolgreich der deutschen Justiz entziehen“, kommentiert die Bundespolizei nüchtern. Nachdem sie den geforderten Betrag nun zahlte, ersparte sie sich damit 30 Tage in einer JVA – und durfte entsprechend einreisen.

Denselben Flug, nur zurück nach Bukarest, wollte ein 28-jähriger Rumäne nutzen. Auch er wurde durch Bundespolizisten überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass auch gegen den in Bremen wohnenden Mann ein Haftbefehl vorlag. Das Amtsgericht in Passau hatte ihn 2015 wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von 1.400 Euro verurteilt. Und nun hatte der Arbeitgeber des Rumänen Erbarmen: Er zahlte die Geldstrafe bei einer Polizeiwache in Wildeshausen ein und sparte seinem (offenbar verdienten) Mitarbeiter einen 35 tägigen Aufenthalt in einer JVA. Auch er durfte anschließend nach Bukarest ausreisen.

Kommentare (2)

  • Helmut Brune

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    Man liest so oft von organisierter Kriminalität gerade aus den südlichen Ländern. Da lässt man den Chef einfach unkontrolliert weiterziehen? Wirkt irgendwie komisch auf mich.

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    • Silvia Rinke

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      Das ist doch nicht der Chef gewesen, sondern der Angestellte, Helmut.

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