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Als erst 9. Stadt Deutschlands ist Unna Stadt ohne Rassismus – Stadt mit Courage

Toleranz, Respekt, Mitmenschlichkeit, Zivilcourage. Unna ist seit heute Abend „Stadt ohne Rassismus – Stadt mit Courage“.

Als erst neunte Stadt deutschlandweit erhielt die Kreisstadt bei einem großen Festakt in der Schwankhalle des ZiB das Zertifikt verliehen, das offiziell und deutlich aussagt: Wir, die Bürger dieser Stadt – alle Bürger der Stadt – sagen Nein zu Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt.

„Sensibel darauf achten, dass wir hier miteinander mit großem Respekt umgehen“, formulierte Bürgermeister Werner Kolter den Anspruch, der Unna aus dieser Auszeichnung mehr denn je erwächst. „Wir alle können stolz darauf sein, dass wir es gemeinsam im guten Dialog geschafft haben.“ Damit bezog der Bürgermeister ausdrücklich auch den Stadtrat mit ein, der sich Mitte Mai einstimmig für die Bewerbung um die Zertifizierung ausgesprochen hatte.

Das mag so selbstverständlich klingen und ist es doch nicht, unterstrich Mark Medebach, der als Referent der Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage das Zertifikat überreichte. „Es haben sich durchaus schon Stadträte gegen eine Bewerbung ausgesprochen.“ Werner Kolter unterstrich mit allem Nachdruck für seine Stadt: „Hinter einem solchen Projekt kann man stehen – muss man stehen!“

Vier engagierte Jugendliche aus Unna haben die Zertifizierung namentlich möglich gemacht. Es sind Amina Achour, Joshua Cabeza Areliano, Levin Weißenberg und Justin Frederic Gentzner. Sie stellten dem Stadtrat im Mai eine bemerkenswerte Agenda vor, die sie in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch gegen Rassismus und dem Integrationsrat für die Bewerbung verfasst hatten. Der Text lag am Abend beim Festakt im ZiB zum Mitnehmen aus.

Sechs Schulen der Kreisstadt sind bereits als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zertifiziert, und in ihrem übergreifenden Projekt bereiteten die engagierten Jugendliche jetzt ihre Agenda für die gesamte Stadt vorbereitet. Der Text schwört jeden Bürger Unnas darauf ein, in jeglicher Hinsicht konsequent und energisch gegen rechte Tendenzen und Diskriminierungen einzuschreiten. Einerlei ob rassistisch, sexistisch oder religiös motiviert. Als „Stadt ohne Rassismus – Stadt mit Courage“ verpflichtet sich Unna außerdem zu mindestens einem Aktionstag im Jahr.

Pate für das Projekt steht André Decker, Schauspieler, Regisseur, Chef des Theaters Narrenschiff und ehemaliger Schüler der Peter-Weiss-Gesamtschule (PWG), die bereits „Schule ohne Rassismus“ ist; ebenso wie die Hellweg-Realschule Massen. Beide Schulen beteiligten sich emsig an der Gestaltung des Festabends: Die Realschüler bereiteten ein großes Büffet mit Canapées aus aller Herren Länder vor, ihr Mitschüler David Koch eröffnete den Abend mit einem bemerkenswerten Gitarren-Einlage.

Der Musical-Chor der Gesamtschule seinerseits legte zwei fetzige Musical-Einlagen aufs Schwankhallen-Parkett: „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show und als besonderen Leckerbissen eine Uraufführung aus dem neu einstudierten Musical „Monster und Menschen“, das im Februar 2015 Premiere feiert.

 

 

 

Kommentare (3)

  • Sascha Krieg

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    Sieht man ja in letzter Zeit wieder ganz deutlich!

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  • Rolf Stöckel

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    Bei aller verdienter Ehre – eine Stadt ohne Rassismus gibt es nicht…..eine Mehrheit ist dagegen und das ist gut so!

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  • "Unna mit Courage" als Multimedia-Präsentation des GSG | Rundblick Unna

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    […] Tagesordnungspunkt zum Thema “Rassismus”. Sie erinnerten damit einmal mehr an den Titel “Stadt ohne Rassismus – Stadt mit Courage”, der Unna im Jahr 2014 verliehen wurde. […]

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