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Alles neu macht am Kreishaus-Kreisel der 7. Mai

Entweder es gibt Staus bis zum Wahnsinnigwerden – oder weniger Blechschäden, angefahrene Radler und beinahe angefahrene Fußgänger. Möglicherweise auch alles auf einmal. Die Stadt will es jetzt jedenfalls auf einen Versuch ankommen lassen: Sie schrumpft ab Mittwoch, 7. Mai (Update:) 14. Mai, ihren „Problemkreisel“ – den großen Kreisverkehr zwischen Kant-, Friedrich-Ebert-, Viktoria-, Hansastraße und Platanenallee, der nach wie vor zu oft mit Unfällen von sich reden macht. Damit sich das ändert, wird er wie berichtet zunächst probeweise verkleinert: der Durchmesser der Fahrbahnen soll statt zehneinhalb nur noch acht Meter betragen, zudem werden Autofahrer nur noch auf der linken Spur einkreiseln können. Die rechte wird dicht gemacht, wohl damit erst gar keiner in Versuchung kommt. Geradewegs forsch durch das Rondell hindurchzupreschen wird künftig nicht mehr möglich sein. Kostenpunkt des Versuch, der zunächst auf ein halbes Jahr angelegt ist: nach Verwaltungsinformationen 20.000 Euro. Die Kunststoffschwellen und gelben Markierungen, mit denen die Umgestaltung von Statten geht, lassen sich problemfrei wieder entfernen – sofern der Versuch kläglich scheitert in Form von Gigant-Staus, die die SPD – als erklärte Skeptikerin der Kreisel-Schrumpfung – bereits jetzt ganz realistisch befürchtet.
Dass die Stadt erst jetzt handelt – den Kreisel gibt´s zweispurig schließlich nicht erst seit gestern – liegt einfach daran, dass sie das Sagen in Sachen Kreisverkehr nicht hat, sondern das Land. Dies setzte vor einem halben Jahr seine Prioräten neu: War bislang der reibungslose Verkehrsfluss das Wichtigste, geht nun die Sicherheit vor. Und dieser soll eben ein „kleinerer Großkreisel“ dienen. (sia)

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