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AfD nominiert Dinse, Schild und Yalcin – „SPD-Eliten in Städten angreifen“

Ihr kämpferisches Motto lautet: „Die SPD-Elite in den Städten angreifen!“ Mit dem Initator der „Anti-Merkel-Minidemos“ in Schwerte, Hans-Otto Dinse, und Kreissprecher Michael Schild an der Spitze zieht die Alternative für Deutschland (AfD) in den Landtagswahlkampf 2017.

Dinse und Schild wurden gestern Abend als Kandidaten für den Wahlkreis 115 Unna I nominiert – beide mit absoluter Mehrheit. Im Wahlkreis Unna III/Hamm II gab es eine Überraschung: Iris Uhlenbrock trat erst am Morgen kurzfristig aus  persönlichen Gründen (Todesfall in der Familie) von ihrer geplanten Kandidatur zurück – an ihrer Stelle nominierte die Versammlung den 38-jährigen Osan Yalcin.

„Herr Yalcin ist aus Hamm-Herringen und dort sehr bekannt“, schreibt uns der AfD-Kreisverband zu dieser überraschenden Personalie. „Er trat als überzeugter deutscher Staatsbürger – ohne türkischen Zweitpass und Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft – der AfD in diesem Jahr bei und setzt sich seither sehr für die Integration ein. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir so eine tolle Nachfolge in diesem Wahlkreis finden konnten – noch dazu in so kurzer Zeit.“

Kreissprecher Michael Schild, der auch den Wahlkampf der NRW-Kreisverbände koordinieren wird, erklärte in seinem Schlusswort: „Die Landtagswahlen werden in den Stadten gewonnen. Die größte Stadt ist das gesamte Ruhrgebiet. Wer den Pott hat, gewinnt die Wahl. Mit Beginn des neuen Jahres werden wir die SPD-Eliten angreifen.“

Passend dazu wird der stellv. Kreissprecher Holger W. Sitter als Projektverantwortlicher für den Wahlkampf: „Reil im Pott ohne SPD“ (abgekürzt: RiP SPD) vom Landesvorstand eingesetzt wurde. Er wird mit Ex-Sozialdemokrat, Betriebsrat, Gewerkschafter und aktivem Steiger Guido Reil eine offene Veranstaltungsreihe mit Gästen quer durch das Ruhrgebiet durchführen, kündigt die AfD an.

Die Auftaktveranstaltung wird am 24. Januar im „Bürgersaal“ in Schwerte sein. Zugesagt hat laut Kreisverband bereits der AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell und die ehemalige taz-Mitarbeiterin Sibylle Schmidt, die im Frühjahr aus der SPD zur AfD übertrat und in Berlin-Kreuzberg bei den Senatswahlen ein aus AfD-Sicht „beachtliches Ergebnis einfuhr“.

Im Bild: v. li. Hans-Otto Dinse, Michael Schild, Bezirkssprecher Christian Neupert.

Kommentare (7)

  • Hanno

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    Viel Erfolg !

    Ist doch erstaunlich, wie viele EX SPD und EX CDU Leute sich in der AfD wiederfinden.

    Haben sie wohl mittlerweile bemerkt, welche Auswirkungen ihre Groko Politik im Alltag hat ;-))))

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  • Dagobert

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    Warum sollte ein AfD- Mitglied mit Migrationshintergrund eine Überraschung sein ? Ich kenne sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund, die AfD wählen werden.

    In jedem Fall drücke ich der AfD die Daumen bei den nächsten Wahlen. Meine Stimme habt Ihr.

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    • Silvia Rinke

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      Der Kreisverband bezeichnet nicht den Migrationshintergrund als Überraschung, sondern die Änderung der Personalie an sich, Dagobert, da die vorgesehene Kandidatin erst am Morgen des Nominierungstages verzichtete.

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    • fürst

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      Ich habe es auch so verstanden, wie offenbar Dagobert.
      Und auch ich drücke der AfD meine Daumen für die nächste Wahl.
      Meine Stimme und die aller mir Bekannten, insbesondere meiner Familienangehörigen, habt Ihr auch.

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  • S. Maritz

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    2017 wird Geschichte gemacht

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  • Jörg

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    Ihr Wort in Gottes Ohr, Herr Matitz! Hoffentlich wählen eine Menge „Rechtsradikaler“ (zumeist alte Mitglieder der ehemaligen Volkparteien) die AfD. Die demoskopischen Vorhersagen funktionieren nicht mehr, weil ein Menge von Wählern die AfD wählen, ohne öffentlich zu ihrer Entscheidung zu stehen. Sie haben nämlich keine Lust mehr, sich für diese Entscheidung von vermeintlichen Gutmenschen und Pseudodemkraten diffamieren zu lassen. Wichtig ist nur, dass die Zahl der AfD Wähler immer größer wird.

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  • Hans-Otto Dinse

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    Vielen Dank an alle die uns hier Mut machen. Wir geben alles um 2017 die Wende einzuleiten.

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