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Aderlass bei Kochtokrax – dank vieler Helfer

Wissen, was für Blutspender gut ist: Klaus Melchert, Emma Weiss, Richard Held und Brigitte Stellbrink (v.l.n.r.) belegen im DRK-Heim in der Krautstraße regelmäßig 160 Brötchen.

Wissen, was für Blutspender gut ist: Klaus Melchert, Emma Weiss, Richard Held und Brigitte Stellbrink (v.l.n.r.) belegen im DRK-Heim in der Krautstraße regelmäßig 160 Brötchen.

Da liegen sie in der Schüssel: Fünf Dutzend Eier, hart gekocht. Emma Weiss hat mit den Eiern gut zu tun. Vor ihr steht ein Tablett mit aufgeschnittenen Brötchen, die mit Butter bestrichen sind und darauf warten, belegt zu werden. Schließlich soll es bei der Blutspende an nichts mangeln – und die Spender rasch wieder zu Kräften kommen. Die ehrenamtlichen Helfer geben ihr Bestes.

Mit ihren 80 Jahren ist Emma Weiss die älteste des siebenköpfigen Teams, das bei den Blutspendeterminen des DRK Ortsvereins Unna ehrenamtlich freiwillig im Hintergrund wirbelt. Am Karfreitag vor zehn Jahren war es, als sie von der mittlerweile verstorbenen Louise Feldmann beim Mittagessen im Evangelischen Krankenhaus angesprochen wurde, ob sie nicht beim Deutschen Roten Kreuz aushelfen will. Emma Weiss sagte zu: Neben der liebgewonnenen Gartenarbeit, der sie viel Zeit widmet, und den Terminen bei der Frauenhilfe in der Gartenvorstadt ist die Hausfrau und Rentnerin bei rund 40 Blutspenden im Jahr am Einsatz – und das mit einem ausgeprägten Verantwortungsgefühl: „Wenn wir gerufen werden, sind wir da.“

160 Brötchen für hungrige Blutspender

Das sieht auch Richard Held so. 76 Jahre ist er alt, und als ehemaliger Lebensmittelkontrolleuer beim Kreis Unna noch im Ruhestand in seinem Element. „Alles sehr ordentlich hier“, lautet das Fazit seines kritischen Blickes. 160 Brötchen wird er mit Emma Weiss belegen, neben Ei gibt es Aufschnitt und Käse, außerdem Bockwürstchen mit Kartoffelsalat. Er selbst hat insgesamt 90 Mal Blut gespendet und weiß, was den Spendern gut tut: Kraft tanken. Es ist das letzte Mal, dass sie in der alten Küche des DRK-Heims in der Krautstraße Brötchen schmieren. Schon in wenigen Wochen soll die neue da sein.

Das Aufgabengebiet der Helfer ist umfangreich: An der Annahme helfen sie mit Schreibarbeiten aus, sie arbeiten in der Küche und im Speiseraum. Der ehemalige Betriebsschlosser Klaus Melchert fühlt sich mit seinen 75 Jahren auch heute noch gern gefordert: „Wir machen alles, was an Arbeit anfällt. Bei uns macht jeder alles.“ Er ist seit 1997 dabei; Brigitte Stellbrink (65), die ebenfalls mithilft, seit 1996. Unterstützt werden sie von Mitgliedern des Jugendrotkreuzes sowie der Rotkreuzgemeinschaft.

Antke Pothmann, beim DRK Ortsverein Unna für die Organisation der Blutspendetermine zuständig, weiß das Engagement der Helfer sehr zu schätzen: „Jeder heute noch gesunde Mensch kann von einer Minute zur anderen auf die Blutspende eines Mitmenschen angewiesen sein. Mit der Durchführung von Blutspendeterminen helfen wir, den dringenden Bedarf an Blutkonserven zu decken. Da ist jede helfende Hand von Bedeutung“, schildert sie. Experten sind beispielsweise der Überzeugung, dass 80 Prozent aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben auf eine Blutkonserve angewiesen sind.

Hier können Sie Blut spenden

Und wo kann man in Unna Blut spenden? Regelmäßig im DRK-Heim in der Krautstraße, in den Bürgerhäusern in Massen und Hemmerde, im Rathaus, im Kreishaus, in der Volksbank sowie in der Tanzschule Kochtokrax. Auch an den Berufskollegs in Unna ist der Ortsverein mit einem Blutspendetermin vertreten; die Rotkreuzler versuchen, junge Erwachsene für das Blutspenden zu begeistern. Die nächste Möglichkeit zum Spenden ist am Dienstag, 29. Oktober, von 16.30 bis 19.30 Uhr in der Tanzschule Kochtokrax. Die aktuellen Blutspendetermine sind im Internet unter www.blutspendedienst-west.de aufgeführt.

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