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Abgesang auf Baumschutzsatzung – Kolter vertraut ganz auf seine Bürger

Nach dem Fällen der Baumschutzsatzung (Rundblick berichtete) ist sich Unnas Bürgermeister sicher, dass jetzt keineswegs reihenweise Privatleute befreit zur Säge greifen werden  – begierig, sich endlich, endlich von unerwünschtem Gewächs in ihren Gärten zu befreien.

Werner Kolter

Bürgermeister Werner Kolter.

„Die Bürger werden mit ihrer neuen Verantwortung verantwortungsvoll umgehen“, tat Werner Kolter gestern Abend im Ratssaal seine Überzeugung kund, als der Hauptausschuss zum finalen Abgesang auf die Baumschutzsatzung anstimmte. Dass sie zum 1. 1. 2015 abgesägt wird, ist gegen Grüne und Linke beschlossen, die Absegnung durch den Rat am 18. 12. nur noch Formsache.

Die Satzung schützte lediglich Bäume auf Privatgrundstücken und stellte nach Ansicht von CDU (als treibender Kraft), FDP (als schon viel früher treibender Kraft – wie Martin Bick gestern nochmals reklamierte) und auch der SPD und den Freien Wählern eine „Bevormundung des mündigen Bürgers“ dar.

Die Bündnisgrünen werden das weiterhin entschieden anders sehen. „Es geht nicht um Bevormundung, sondern um verantwortungsvolles Umgehen mit der Umwelt“, beharrte Fraktionschefin Charlotte Kunert. „Wenn wir in fünf Jahren rückblickend unsere Erfahrungen auswerten, sind viele über Jahrzehnte gewachsene Bäume gefällt.“

 

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