Rundblick-Unna » Ab Spätsommer Unterfütterung der Zechenstraßenbrücke für 1,1 Mio. – Mühlbachbrücke wollen Bürger selbst bauen

Ab Spätsommer Unterfütterung der Zechenstraßenbrücke für 1,1 Mio. – Mühlbachbrücke wollen Bürger selbst bauen

Jetzt aber. Bevor das Nadelöhr auf der maroden Zechenstraßenbrücke in Königsborn im November noch seinen 3. Geburtstag feiert, schreitet die Stadt jetzt zur Tat.

Im Spätsommer bis Frühherbst wird die (aus Sicherheitsgründen seit zweieinhalb Jahren teilgesperrte) Bahnbrücke für 1,1 Mio. Euro stabilisiert. Sie bekommt eine Unterfütterung in Form eines Wellstahltunnels. Den geplanten Baubeginn teilte uns heute auf Anfrage Stadtsprecherin Katja Sahmel mit.

Für die Unterfütterungslösung werden die Gleise tiefer gelegt. Das ist laut Stadt preiswerter, als eine komplett neue Brücke zu bauen.

Wie dringend der Neubau der Bahnbrücke an der Zechenstraße ist, spüren Verkehrsteilnehmer seit dem 30. November 2014. Das marode Bauwerk im Nordosten Königsborns wurde auf Einbahn verengt. Eine Baustellenampel regelt seither den Verkehr Richtung Hammer- und Kamener Straße (und wurde bereits zweimal sabotiert bzw. ihrer Akkus beraubt: http://rundblick-unna.de/akku-geklaut-baustellenampel-an-zechenstrasse-lahmgelegt/).

Die Bürgersteige blieben frei, werden von Radlern und Fußgängern genutzt. Als Tonnagebegrenzung gelten 30 Tonnen und als Tempolimit 30/km.

In Mühlhausen wollen Bürger für neue Brücke selbst Hand anlegen:

Einen zügigen Neubau der Fußgängerbrücke über dem Mühbach in Unna-Mühlhausen beantragt die CDU-Ratsfraktion. Die Stadt soll die Materialkosten übernehmen – kalkuliert sind 1300 Euro -, beim Bau selbst wollten Bürger Hand anlegen, schreibt die CDU in ihrem Antrag:  „Da die Verbindung über den Mühlbach eine für Mühlhausen wichtige Wegeverbindung darstellt, haben sich bereits Bürger von Mühlhausen sowie der Heimatverein angeboten, beim Bau der Brücke behilflich zu sein.“

Die Fußgängerbrücke am alten Bolzplatz in Mühlhausen war im Dezember aus Verkehrssicherheitsgründen abgerissen worden, ein Neubau sei bisher aus Kostengründen nicht erfolgt, so die CDU.

Sie schildert die Faktenlage wie folgt:

„Die Ortsunion Hellweg und der ehemalige Ortsvorsteher Heinrich Wisselmann haben  haben bereits Anfang März konkrete Planungen für den eigenständigen Bau einer Fußgängerbrücke aufgenommen, einen Bauplan für die ca. 5 Meter lange Brücke erstellt und eine detaillierte Materialkostenaufstellung erarbeitet. Aufgrund der Erfahrungen aus Anfang 2003, als Bürgerinnen und Bürger zusammen mit dem damaligen Ortsvorsteher eine Holzbrücke über den Quellbereich des Mühlbachs gebaut haben, konnte eine neue Brücke relativ schnell konstruiert werden. Die Detailplanungen liegen seit dem 10.03.2017 der Verwaltung zur statischen Prüfung vor, eine Rückmeldung ist bisher noch nicht erfolgt. Seit Mitte April hat dann auch der Heimatverein Überlegungen angestellt, ob ein Bau unter Hilfe der Feuerwehr möglich sei.“

Kommentare (1)

  • luenne

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    Bei den geringen Baukosten sollte der Antrag doch klappen ! Oder muss erst wieder eine Studie erstellt werden die wesentlich teurer ist ? …

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