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A 45-Crash: Ungeduldige und gedankenlose Fahrer behinderten massiv die Retter

Komplett unbeleuchtet stand ein bulgarischer Pkw frühmorgens auf der linken Fahrspur – ein Sprinter prallte auf und schleuderte danach noch gegen zwei Lkw. Der Unfall Mittwochfrüh auf der A45 bei Westhofen machte eine stundenlange Vollsperrung erforderlich (wir berichteten). Extrem behindert wurden die Rettungsarbeiten durch gedankenlose und ungeduldige Verkehrsteilnehmer, kritisieren Polizei und Feuerwehr heute in einer Nachfolgemeldung.

„Bei besagtem Unfall bildeten die Verkehrsteilnehmer zunächst eine Rettungsgasse. Als allerdings die ersten Rettungsfahrzeuge die Rettungsgasse passiert hatten, versperrten ungeduldige und gedankenlose Fahrzeugführer die Gasse wieder. Nachfolgende Einsatzfahrzeuge hatten daraufhin erhebliche Mühe, die Einsatzstelle überhaupt zu erreichen. Und das vor dem Hintergrund, dass bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden jede Minute zählt.“

Nachdrücklich weisen Feuerwehr und Polizei deshalb auf die enorme Bedeutung von Rettungsgassen bei Unfällen hin –  insbesondere auf Autobahnen. „Rettungsgassen in Rückstaus sind für Verletzte am Unfallort lebenswichtig! Das könnten auch Sie oder ein Familienmitglied sein!“

Bis sich der Stau aufgelöst hat, müssen die Rettungsgassen deshalb frei bleiben – „auch wenn Rettungsfahrzeuge bereits die Rettungsgasse passiert haben, folgen mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Einsatzkräfte und Bergungsfahrzeuge!“

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