Rundblick-Unna » 90 000 € Steuernachzahlung für Eishalle: Thema kurzfristig vertagt

90 000 € Steuernachzahlung für Eishalle: Thema kurzfristig vertagt

90 000 Euro Grundsteuer B fordert das Finanzamt Dortmund-Unna nachträglich für die Eishalle ein, da sie mit dem Übergang von der Stadt auf die Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) jetzt voll gewerblich genutzt werde. Vorher galt das nur für die Gastronomie.

Da die Pächterfamilie Kuchnia diese unvorhergesehene Summe unmöglich allein aufbringen kann, lotet die Stadt momentan Alternativen aus: So gibt es die Überlegung, beim Finanzamt einen Erlassantrag zur Reduzierung der Grundsteuer für die Eishalle zu stellen. Dieser Plan sollte eigentlich im nichtöffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses gestern Abend beraten werden. Er wurde jedoch kurzfristig ohne Sachaussage und Nachfrage abgesetzt.

Für den 18. November ist eine Sondersitzung bei den Wirtschaftsbetrieben als Eigentümerin der Halle anberaumt, gleichfalls hinter verschlossenen Türen. Im Anschluss entscheidet sich, wie es weitergeht. Im Raum – zur Erinnerung – stehen ja auch noch 220 000 Euro kalkulierte Investitionskosten für die Halle, die bis 2020 – so lange, wie der derzeitige Pachtvertrag mit Kuchnias „Ice and Fun“ noch läuft – getätigt werden müssten.

So steht es zumindest im kürzlich erstellten Bausubstanz-Gutachten zur Halle. Dieses wird allerdings noch einmal Punkt für Punkt überprüft. Vor allem, da es nach 2020 von 1,8 Mio. Euro an Investitionen ausgeht, die sich die Pächter absolut nicht erklären können.

Eishalle Pächter Kuchnia

Von der Steuernachforderung eiskalt erwischt: das Pächter-Ehepaar Silvia und Uwe Kuchnia.

 

Kommentare (2)

  • Jessica Mense

    |

    Das hätte der Stadt doch vorher schon klar sein müssen!

    Antworten

  • Heinz-Georg Kramm

    |

    Kann es sein, dass nicht die Grundsteuer B gemeint ist?

    Die Grundsteuer ist eine Gemeindesteuer, der Bescheid kann also nicht vom Finanzamt stammen sondern muss von der Stadt Unna erlassen worden sein. Zudem kann man eine GRUNDsteuer nicht auf Teilbereiche (Gastronomie) herunterrechnen sondern diese bemisst sich nach der gepachteten Gesamtfläche. A=Ackerbau, B= Bebauung.

    Vielmehr könnte es sich um die GEWERBEsteuer handeln. Dafür spricht, dass bislang nur die Gastronomie betroffen war und nun die gesamte Eissporthalle. Doch auch diese Bescheide erlässt nicht das Finanzamt sondern die Stadt Unna.

    Um welche Steuer handelt es sich nun, wenn das Finanzamt Dortmund-Unna den Bescheid erlassen haben soll?

    Antworten

Kommentieren