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8,5 Millionen Euro reichten erstmals für die Kinderhilfe Unna

69 Unnaer Kinder wurden im vorigen Jahr in ihrem ureigenen Interesse in Heimen untergebracht – acht mehr als 2012. Und 78 Familien stellte das Jugendamt ambulante Hilfen zur Seite; deutlich weniger als z. B. 2010 (da waren es 106 Fälle), natürlich aber immer noch auf hohem Niveau.

Nun dürfen gerade die Ausgaben für einen so wichtigen sozialen Bereich wie die „Kinderhilfe“ nicht nach rein monetären Aspekten bewertet werden, findet die SPD. Dennoch ist es natürlich ein erfeulicher Umstand, dass der Planansatz der Stadt für Heimunterbringungen, Familienunterstützung etc. nach vielen Jahren steter Verteuerung nun endlich auskömmlich war.

Kind im Heim kostet 145 Euro pro Tag

Die Ausgaben stiegen scheinbar unaufhaltsam. Der Grund: Stationäre Heimunterbringung kostet viel Geld – rund 145 Euro für ein Kind bzw. einen Jugendlichen pro Tag. Zugleich gab es Jahr um Jahr mehr Kinder, bei denen das Jugendamt eine Herausnahme aus der Familie zwingend erforderlich sah.

Die reinen „Fallzahlen“ sind auch 2013 erneut geklettert: 412 Mal griff die Stadt regulierend mit unterschiedlichen Hilfen ein. Da die kostspieligen Heimunterbringen aber nur leicht gestiegen sind und amulante Hilfen weniger nötig waren, hat das Geld diesmal ausgereicht.

 Jugendamt will Netzwerk verstärkt ausbauen

Damit sich diese erfreuliche Tendenz verfestigt, will das Jugendamt verstärkt sein Netzwerk mit Kinderärzten, Krankenhäusern und freien Hebammen ausbauen. Und: Es  schickt jeder Familie in Unna zeitig nach der Ankunft eines neuen Erdenbürgers einen freundlichen Begrüßungsbesuch ins Haus. So können schwelende Probleme in Familien früher erkannt und effektiv aufgegriffen werden. (sia)

 

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