Rundblick-Unna » 6-streifiger A44-Ausbau: Lärmschutz hat für Stadt „höchste Priorität“

6-streifiger A44-Ausbau: Lärmschutz hat für Stadt „höchste Priorität“

6-streifiger Ausbau der A44 mit Umbau des Kreuzes DO/Unna: Der Lärmschutz für die Anwohner hat für die Stadt Unna höchste Priorität. Das versicherte und heute auf Nachfrage im Rathaus die Sprecherin der Stadtverwaltung, Katja Sahmel.

Sie listet (auf Bitte einer Leserin, die uns um aktuelle Infos bat) auf, was vorgesehen ist:

„Im Zuge des Umbaus ist auf neuester gesetzlicher Grundlage zum einen aktiver Lärmschutz geplant, z.B. durch Erneuerung/ Erhöhung der Lärmschutzwälle und -wände. Bei ca. 120 Gebäuden, bei denen diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, ist zusätzlich passiver Lärmschutz vorgesehen: etwas durch Einbau von Lärm absorbierenden Fenstern“ (sog. Schallschutzfenster).

Diese Maßnahmen, ergänzt Sahmel, werden nach Einschätzung der Stadt Unna „eine deutliche Verbesserung des Ist-Zustandes zur Folge haben“. Die Stadt sei seit  vielen Jahren im engen Kontakt mit der „Bürgerinitiative gegen den Lärm der A44″, die diese Auffassung weitestgehend teile.

Zum Hintergrund: Das Autobahnkreuz und damit auch die vorhandenen Lärmschutzmaßnahmen (Wälle und Wände) sind auf der Basis der damals gültigen gesetzlichen Grundlagen geplant worden und nun mehr als 40 Jahre alt.

Die Planunterlagen haben bis zum 1.12.2016 im Rathaus öffentlich ausgelegen und können auch jetzt weiter auf der Stadt-Homepage unter diesem Link eingesehen werden:
http://www.unna.de/kreisstadt+unna/kreisstadt-unna/startseite/aktuelle-meldungen/strassen-und-wegeangelegenheiten-planfeststellung-zum-ausbau-der-a-44.html

Kommentare (3)

  • Jörg

    |

    Im April hieß es, dass der Lärmschutz noch bis 2030 warten muss. Jetzt schätzt eine Pressesprecherin, dass es eine „deutliche Verbesserung“ gibt ? Woher will sie das wissen ? Ist sie Bautechnikerin ?
    Ich denke, Straßen NRW ist da der bessere Ansprechpartner, der fundierte Antworten geben kann.

    Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Sie „schätzt“ das nicht, sondern stützt sich auf die konkreten Absprachen. Von Vermutungen steht hier nichts. Konkrete Fragen, ja, können Anwohner bei Straßen.NRW loswerden.

      Antworten

  • Markus Antonius

    |

    Besitzer von Immobilien, die nach dem Autobahnbau errichtet bzw. erworben wurden, sollten von staatlich finanziertem bzw. bezuschusstem passivem Lärmschutz ausgenommen werden. Sie haben durch entsprechend niedrige Preise profitiert und hätten das Risiko zunehmender Lärmbelästigung kennen können. „Damit habe ich nicht gerechnet“ ist kein stichhaltiges Argument. Die Allgemeinheit sollte hier nicht in Anspruch genommen werden können.

    Antworten

Kommentieren